Schüler/innen erstellen selbst Lern- und Erklärvideos

YouTube Videos spielen im Alltag der meisten Schüler/innen eine große Rolle. Viele nutzen YouTube z.B. als Fernseh-Ersatz und hören einen Großteil ihrer Musik dort. Sie suchen dort aber auch gezielt nach Erklärvideos, wenn sie Inhalte aus dem Unterricht nicht richtig verstanden haben. Vor einiger Zeit habe ich im ZUM-Blog schon einmal einen Überblick verschiedener Erklärvideos gegeben.

Inzwischen habe ich verschiedene Lerngruppen selbst Videos erstellen lassen und will in diesem Beitrag davon berichten.

Zielsetzung

Reflektierte und produktive Mediennutzung

Warum sollten Schüler/innen selbst Videos erstellen? Als intensive Konsumenten von Videos sind Schüler/innen mit diesen vertraut. Was ihnen allerdings oft nicht bewusst ist: Die technischen Möglichkeiten, solche Videos zu erstellen, haben sie selbst auch zur Hand. Für ein einfaches Video braucht es nur ein Smartphone oder ein Screencastprogramm. Damit werden Videos zu einer individuellen Ausdrucksform, zu einer Möglichkeit, eigene Potentiale zu realisieren und eigenes Wissen mit anderen zu teilen. Wenn ich das tue, werde ich von einem passiven Konsumenten zu einem aktiven Teilnehmer. Ich werde in diesem Medium mündig.

Das ist für mich ein grundlegender Gedanke von kompetenter und reflektierte Mediennutzung. Wenn ich selbst schon mal Videos erstellt habe, kann ich andere Videos besser einschätzen, kenne den Aufwand, der dahinter steckt und kann an einem öffentlichen Diskurs auf diesem „Kanal“ teilnehmen.

Kompetenzen

Darüber hinaus erarbeitet man sich beim Erstellen von Videos zahlreiche Kompetenzen, deren Bedeutung weit über den Fachunterricht hinaus gehen.

Inhaltlich

  • Sich fachlich tief in ein Teilthema einarbeiten, dieses durchdringen, verstehen und unklare Aspekte benennen können.
  • Klare, strukturierende und erkenntnisleitende Fragen zum Thema formulieren.

Didaktisch

  • Ein komplexes Thema im Hinblick auf das Lernen vereinfachen und dabei die Richtigkeit der gemachten Aussagen reflektieren (Komplexitätsreduktion).
  • Ein Thema didaktisch aufbereiten (strukturieren, visualisieren).

Rechtlich

  • Urheberrechtliches Grundwissen beim Veröffentlichen von Material im Netz besitzen und anwenden können.
  • Materialien entsprechend der urheberrechtlichen Anforderungen finden und verwenden.

Technisch

  • Technische Möglichkeiten zur Erstellung von Videos beherrschen.
  • Technische Aspekte des Veröffentlichens von Videos im Netz beherrschen.

Organisation

Ich habe bisher in zwei Lerngruppen Videos erstellen lassen.

  1. In meinem Neigungskurs Geographie haben die Schüler/innen Erklärvideos zu den Grundlagen der Atmosphäre erstellt.
  2. In unserem Seminarkurs zum Thema Nachhaltigkeit haben die Schüler/innen die Bücher zum Thema Nachhaltigkeit, die sie gelesen haben, in Form von Video-Rezensionen vorgestellt.

Das organisatorische Vorgehen war in den beiden Situationen unterschiedlich.

Erklärvideos

Die Schüler/innen erhielten von mir folgenden Arbeitsauftrag:

Erstellt ein ca. 5-minütiges Erklärvideo (Bild und Ton) zu Eurem Thema.

Das Video muss fachlich fundiert, aber dennoch anschaulich und ausführlich visualisiert sein. Alle verwendeten Materialien müssen entweder selbst erstellt oder unter freien Lizenzen publiziert sein, so dass wir die Videos rechtlich unbedenklich im Netz veröffentlichen können.

Auf der Wiki-Seite Erklärvideos erstellen hatte ich für die Schüler/innen alle relevanten Hinweise zusammengestellt.

Da das Thema recht komplex ist, habe ich die einzelnen Teilthemen selbst vorgegeben und vorstrukturiert. Diese habe ich den Schüler/innen in Form der folgenden Mindmap vorgestellt.

Gliederung des Themas Atmosphäre für die Videos

Der Zeitrahmen betrug ca. sieben Doppelstunden, etwa genausoviel Zeit, wie ich normalerweise für die Erarbeitung der gleichen Inhalte im klassischen Unterricht brauche. Wie bei meinen Projekten üblich, habe ich den Schüler/innen einen Zeitplan vorgegeben, so dass sie sich bezüglich des Arbeitstempos orientieren konnten.

Zeitplan Projekt Erklärvideos

Die Schüler/innen erarbeiteten nun also in Gruppen im Wiki ihre Entwürfe für das jeweilige Video. Dabei recherchierten sie zunächst die Inhalte mit Hilfe von Onlinequellen und Lehrbüchern. In regelmäßigen Abständen besprachen wir die Ideen und sichteten die gefundenen Materialien zur Visualisierung. An manchen Stellen ergab es sich, dass eine bestimmtes Diagramm gebraucht wurde, das aber nicht in freier Lizenz zu finden war. Ich übernahm dann meist die Rolle der „Zulieferers“ und erstellte einige Grafiken selbst, die ich dann auf Wikimedia Commons hochlud, von wo sie die Schüler/innen (und alle anderen Interessieren) abholen konnten.

Als es an die Formulierung der Sprechertexte ging, wechselten wir zu Google Docs, weil die dortige Kommentarfunktion hervorragend geeignet ist, Texte satzgenau gemeinschaftlich zu überarbeiten. In diesem Bereich gibt es in DokuWiki leider noch keine gute Lösung.

Für jedes Video formulierten die Schüler/innen den kompletten Sprechertext aus. Das war mir in diesem Fall wichtig, weil die Inhalte komplex sind und ich die Videos ja als Lernmaterialien für meinen Unterricht verwenden möchte. Ich wollte also so weit wie möglich sicherstellen, dass die Videos fachlich fehlerfrei sind. Daher gab es pro Video zwei bis drei Überarbeitungsrunden: Wenn die Schüler/innen eine Version aus ihrer Sicht fertig hatten, ging ich sie durch, kommentierte sie und ließ sie erneut überarbeiten, bis alles stimmte.

Das Gleiche taten wir für die Visualisierungen, die mit verschiedenen Mitteln realisiert wurden: Prezi, Google Präsentation, Powerpoint, eigene Zeichnungen auf Papier. Zu einem recht frühen Zeitpunkt thematisieren wir das Thema Urheberrecht, so dass die Schüler/innen darauf achten konnten, nur offen lizenzierte Materialien zur Visualisierung zu verwenden.

Die meisten Gruppen entschieden sich, die Videos über die Osterferien zu Hause aufzunehmen. Wir besprachen dazu noch die technischen Details (siehe auch unten) und die Schüler/innen kamen bis auf eine krankheitbedingte Ausnahme mit den fertigen Videos aus den Ferien.

In der folgenden Stunde stellten wir die Videos vor und führten eine Reflexion der Umsetzung durch. Außerdem sollte jede Gruppe noch mit LearningApps ein Online-Quiz zur Überprüfung der grundlegenden Inhalte erstellen. Video und Quiz sind nun im ZUM-Wiki gemeinsam zu nutzen.

Die Videos waren dann ein Teil des Lernmaterials für die Vorbereitung der Klausur zum Thema Atmosphäre (zusammen mit dem vorhandenen Lehrbuch, ergänzt durch die weiterführenden Aspekte, die wir in den folgenden Stunden gemeinsam erarbeiteten). Auf Wunsch einiger Schüler/innen gab es noch eine Fragestunde zu den Themen der Videos, weil sich einige unsicher waren, ob die Videos alleine „reichen würden“. Das Feedback der Schüler/innen zum Projekt ist unten wiedergegeben.

Video-Rezensionen

Die Videorezensionen mit dem Seminarkurs waren deutlich weniger aufwendig, weil hier ja keine Fachinhalte korrekt dargestellt werden sollten, so dass der Entwurf von Texten und deren Prüfung durch mich entfiel. Die Schüler/innen müssen in unserem Seminarkurs pro Halbjahr ein Sachbuch zum Thema lesen und dieses in Zweiergruppen per Videorezension vorstellen (zusätzlich zu den Materialien, die ihnen für ihre spätere Facharbeit als Grundlage dienen). Die bereits oben genannte Methodenseite Erklärvideos erstellen diente auch hier als Rahmen.

Der Zeitrahmen war gröber, die Schüler/innen lasen die Bücher im Verlauf einiger Wochen selbständig und bekamen lediglich die Frist gesetzt, wann die Videos fertig sein müssen. In regelmäßigen Abständen fragten wir nach dem Stand, thematisierten verschiedene Möglichkeiten des technischen Vorgehens, klärten Fragen etc.

In diesem Kurs gab es ein ungewönhnlich hohes Level an Engagement, so dass viele Zweierteams von sich aus nach technischen Lösungen suchten und oft schon vor der Frist fertig waren.

Technische Hinweise

Im Wesentlichen gibt es technisch zu klären, welche Form von Video erstellt werden soll.

In Frage kommen

  1. Screencasts, bei denen Bildschirminhalte mit Hilfe einer Screenrecording-Software aufgenommen und mit Sprechrtext unterlegt werden.
  2. „Tischvideos“, bei denen Papiermaterialien mit Hilfe einer Kamera auf einem Tisch gefilmt und mit Sprechertext unterlegt werden.

Beide Möglichkeiten sind auf der Methodenseite dargestellt.

Leider scheint es keine kostenlosen Screenrecorder zu geben, die in unserem Schulnetzwerk verlässlich laufen.

  • CamStudio ist eine Möglichkeit, hat aber seine Macken und ist nicht immer verlässlich (siehe die Meinungsbox im ZUM-Wiki).
  • Browserbasierte Lösungen wie Screencast-o-matic sind zwar komfortabel, brauchen aber Java, welches bei uns (paedML Linux 6) in weiten Teilen sicherheitstechnisch eingehegt ist und daher für Screencast-o-matic Probleme macht.
  • Vor Kurzem habe ich noch Icecream Screenrecorder entdeckt, das gut zu funktionieren scheint, aber in der kostenlosen Version ein Zeitlimit von zehn Minuten Aufnahme hat.

Mit verschiedenen Lösungen auf den privaten Schülerrechnern klappte es am Ende aber bei allen ohne größere Probleme. Die meisten benutzten Screencast-o-matic. Sollte jemand einen Tipp für eine gute Software in diesem Bereich haben, wäre ich sehr dankbar.

Ergebnisse

Erklärvideos „Atmosphäre“

Die Erklärvideos zur Atmosphäre sind inzwischen seit ca. neun Monaten online und sind erfolgreicher als ich das je vermutet hätte. Das Grundlagenvideo ist inzwischen bei über siebentausend Views, die anderen haben auch mindestens knapp tausend, einige deutlich mehr. Ein toller Erfolg für die Schüler/innen und eine klare Botschaft, dass ihre Produkte relevant und für andere Menschen nützlich sind.

Video-Rezensionen

Die Videorezensionen sind erst seit einigen Wochen und werden erwartungsgemäß weniger nachgefragt, was in Anbetracht der Inhalte (Buchbesprechungen zum Thema Nachhaltigkeit) nachvollziehbar ist. Aber auch diese Videos haben schon etliche Views angesammelt.

Schüler/innen-Feedback zum Projekt „Erklärvideos ‚Atmosphäre‘ “

Zum Projekt Erklärvideos habe ich direkt nach Fertigstellung die Meinungen der Schüler/innen eingeholt. Sie sind hier im Wortlaut und ungekürzt wiedergegeben.

Was hast Du aus Deiner Sicht in diesem Projekt FACHLICH dazugelernt?

  • Die meisten Dinge wusste ich schon, allerdings als es dann ums tiefere Verstehen ging konnte ich einige Sachen dazulernen.
  • fachlich habe ich das gelernt, was in unserem Video thematisiert wird.
  • Vertiefung von fachlichem Wissen, Verknüpfung von verschiedenen Systemen und Prozessen.
  • Zu unserem Themenbereich konnte ich mir das Wissen relativ schnell aneignen und auch merken. was alles in die strahlungsverteilung mit rein zubeziehen ist, wo von es alles abhängig ist. die genaue bedeutung von albedo
  • Was genau als Energiedichte bezeichnet wird und wo für es wichtig ist
  • Zu dem eigen Projekt ist fachlich einiges dazugekommen
  • Vertiefung von Wissen aus der 10.Klasse, Zusammenhänge,
  • Aufbau und Bedeutung der Atmosphäre
  • Nützliche Sachen, aber die Relation zwischen aufgewendeter Zeit und fachlich dazu Gelerntem ist nicht gut.
  • Vertiefung der Corioliskraft, Die Bedeutung von Luftdruck und Wind für die Umwelt/ Wetterkarten usw, Zusammenhänge zwischen Luftdruck und Wind
  • wie der treibhauserffekt funktioniert, was die albedo für eine rolle bei der sonneneinstrahlung spielt, wie der wärmetransport funktioniert;als grundlage für die wetterprozesse,
  • Wie unterschiedliche Wellenlängen enstehen, was für eine Bedeutung bzw Wirkung sie haben und von welchen Gasen sie gefiltert werden.
  • Neues und interessantes zum Thema Atmosphäre gelernt, mit dem man sich ansonstens (noch) nicht beschäft hat/würde
  • Alles rund ums Thema Strahlung/ Athmosphäre

Was hast Du METHODISCH dazu gelernt?

  • urheberrechtliche Grundlagen, ich weis jetzt wie man Erklärvideos macht
  • Wie man Videos mit schneidet, Worauf man beim Videodrehen achten muss (Kameraeinstellung, klares Sprechen, Licht..), Wie man Quellen richtig angibt und wie man mit Creative Commons arbeitet.
  • Ich habe gelernt, wie man mit Prezi umgeht.
  • DAs es eigentlich sehr einfach ist mithilfe dieses Screencastes videos zu drehen, auch mit den pausen, die man später gar nicht mehr merkt, neue Präsentationsmöglichkeit, prezi, wie man gute Texte formuliert
  • die Quellenangaben, arbeit mit Lizenzen, die Möglichkeit mit Scrrencast
  • Quellenangaben, kurze Sätze und klare/einfache Darstellung, Teamwork,
  • Wie man filmt, einspricht …
  • Video aufnehmen mit einem unbekannten Programm, schneiden und bearbeiten eines Videos, gezieltes Suchen und direktes Verwenden von Inhalten, Lizenzen berücksichtigen
  • Ich habe vor allem gelernt fachliches Wissen so zu trukturieren, dass es nicht nur ich selbst sondern auch jemand anderes versteht.
  • Einen Inhalt so zu verstehen, dass man ihn auch jemand anderem erklären kann oder ihn zuerst selbst so versteht, dass man eine Methode findet ihn besonders effektiv für andere zu vereinfachen
  • methoden wie man aufnehmen kann ohne kamera, prezi-umgang ist ersichtlicher geworden
  • Arbeiten mit Moviemaker, etwas Wiederholung in Powerpoint für das Erstellen der Animationen,
  • Meiner Meinung nach hat man gelernt, wie hilfreich gute Planung bzw. Struktur für das Erarbeiten eines Themas ist. Man hat außerdem gelernt, wie man bestimmte Sachverhalte schriftlich festhalten und erklären kann.
  • Arbeiten mit Powerpoint, Erklärungen mithilfe von Grafiken vereinfachen

Was fandest Du an diesem Projekt besonders gelungen?

  • Die Zusammenarbeit
  • das Projekt an sich, die gute Vorbereitung darauf
  • Das wir fast alles selbstständig erarbeiten konnten.
  • Wenn ich bedenke, dass ich davor kein Wissen über die Themen und die Umsetzungsmöglichkeiten hatte, finde ich das Ergebnis bzw. das fertige Video sehr gelungen.
  • das wir gemeinsam daran gearbeitet haben, uns gegenseitig helfen konnten, das es nach anfänglichen schwierigkeiten doch funktioniert hat
  • die Schlussendliche Zusammenfassung und Zusammenstellung, da am Anfang sehr viel Information, aber keine lernaufbauende Struktur vorhaneden war
  • Möglichkeiten zur kreativen Gestaltung, wenig Eingrenzung, was sonst in der Schule oft der Fall ist, mal was ganz anderes
  • Arbeit in Gruppen, relativ frei, Abwechslung zu anderen Unterrichtsformen
  • Das man gelernt hat Dinge für andere zu erklären und so sich Gedanken über die Struktur seines Textes machen muss.
  • Die Zusammenarbeit in unserer Gruppe, Eine andere Methode sich Sachen anzueignen
  • das man sich sehr intensiv mit dem thema ausseinander ausgesetzt hat und es nicht oberflächlich betrachtet hat.
  • dass es eine andere herangehnsweise an das thema war, dass man es am anfang eher allgemein betrachtet hat auf dem alltag bezogen und dann sich intensiver damit ausseinander gesetzt hat.“
  • Die Möglichkeit frei zu arbeiten, sich in einem Film (in unserem Fall) auch etwas kreativer und mit Humor auszudrücken
  • Man hatte ausreichend Zeit, um sich in das Thema einzuarbeiten, Abwechslung zum sonstigen Unterricht/Lernen.
  • Die Selbsterarbeitung eines Themas und dessen Umsetzung in ein Video(einfach Erklärung, gute Darstellungen)

Welche Aspekte fandest Du eher nicht gelungen?

  • Wir mussten sehr viele Grafiken selbst erstellen, da wir die ohne CC- Lizenzen nicht benutzen durften
  • Das die Zeit etwas knapp war.
  • anstrengend so lange, langsam und deutlich zu sprechen
  • Ich persönlich denke, dass man beim Lernen aufgrund der mehreren relativ langen Videos anfängt, verschiede Aspekte zu unterschlagen und man schneller an den Lernstoff kommen würde, wenn man ihn sich selber anliest und gleich makiert und für sich zusammenfasst. Was schade für den großen Aufwand der Gestaltung der Vidos ist
  • ging halt doch etwas länger als erhofft, was sich aber wahrscheinlich einfach aus dem Aufwand ergibt.
  • Nicht alle Schüler hatten im Voraus die selben Kenntnisse was das Aufnehmen eines Videos betrifft.
  • Man verliert zuviel Zeit mit technischen Schwierigkeiten, deswegen ist das Verhältnis von aufgewendeter Zeit zu Gelerntem schwach.
  • fällt mir nichts ein
  • Leichte probleme mit der Technik, aber das liegt ja nicht am Projekt an sich, evtl etwas mehr Zeit zum einarbeiten in die Technischen Methoden
  • Sehr umfangreiches Projekt, welches viel Zeit in Anspruch nimmt.

Wie würdest Du das Projekt insgesamt beurteilen?

Atmovids Gesamturteil

Möchtest Du sonst noch etwas loswerden?

  • anfangs war ich eher skeptisch, aber im nachhinein ist es eigentlich schon eine gute idee
  • kann man öfters machen bringt abwechslung und man kann nicht nur im geographischen bereich etwas dazu lernen sondern auch übertragbar auf andere bereiche sei es hier Präsentationen vorbereiten oder mit technischen Medien arbeiten
  • Es war gut und auch lustig in der Gruppe zu arbeiten und etwas Eigenes zu entwickeln

Mein Kommentar zu augewählten Aspekten

Das Gesamturteil fällt also positiv aus. Einzelne Schüler bemängeln u.a. die Zeit, die für das Projekt nötig war. Aus früheren Erfahrungen mit Abikursen kannte ich das schon. Viele Schüler/innen sind sehr auf das Ziel „Abitur“ fixiert und sehen jede Abweichung vom „Stoffpauken“ als Zeitverschwendung an.

Ein Problem kann es bei dieser Arbeitsform allerdings geben: Jede Gruppe beherrscht die Inhalte des eigenen Videos sehr gut, die Inhalte der anderen Videos werden aber nur konsumiert und daher nicht so gut gelernt. Die Klausur fiel jedoch nicht schlechter aus als die Klausuren zu diesem Thema in den Jahren davor.

Fazit

Die Ergebnisse können sie meines Erachtens sehen lassen. Ich bin stolz auf meine Schüler/innen. Einerseits erleben sie, dass sie selbst auch ihr Wissen und ihre Kreativität in Form von öffentlichen Videos ausdrücken können, andererseits erarbeiten sie sich methodische und rechtliche Kenntnisse, die ihnen hoffentlich Mut machen, das selbst auch einmal privat zu versuchen.

Ich werde jedenfalls neben den Videos, die ich selbst erstelle, auch weiterhin Schüler/innen Videos erstellen lassen. Aufgrund der Erfahrungen mit dem Thema Atmosphäre werde ich jedoch künftig darauf achten, nicht gerade solche komplexen Themen dafür auszuwählen. Dann ist auch der nötige Zeitaufwand nicht so hoch.

14 Gedanken zu „Schüler/innen erstellen selbst Lern- und Erklärvideos

  1. Auch von mir ein herzliches „Dankeschön“ für den umfangreichen und hilfreichen Einblick in die Planung so einer Unterrichtseinheit. Für mich persönlich deshalb gerade sehr passend, weil ich ähnliches im Geschichtsunterricht vorhabe. Vielen Dank also fürs „Teilen“! :)

  2. Ein wunderbares Projekt,
    mir gefällt es vor allem auch, weil zwei Dinge besonders sind. Zum einen wird hier ein ganz besonderes Flipped Classroom Modell verwirklicht, zum anderen machen die SuS, sie erstellen ein nachhaltiges Handlungsprodukt. Sehr gut und herzlichen Dank für die Dokumentation.

    Als kleine Softwaretipps:
    – mit dem Mac kann man inzwischen einfach mit Quicktime Screenaufnahmen machen, auch vom angschlossenen iPad, wenn man will
    – ich plane schon seit längerem so etwas mit dem Programm Touchcast zu machen, da kann man innerhalb der Videos, die man erstellt auf Internetseiten, Orte usw. verweisen – wenn man sie auf Touchcast veröffentlicht sogar klickbar im Video!
    – sehr einfach, aber bislang nur für iPads verfügbar, ist Adobe Voice. Kein richtiger Film, aber in vielen Kontexten leicht einsetzbar.

    1. Danke für das positive Feedback und die Software-Tipps.

      Privat hab ich einen Mac, da benutze ich Screenflow für Screencasts. In der Schule haben wir nur Windows-Rechner und keine Tablets, daher musste es eines der genannten Programme sein.

        1. Danke für den Hinweis. Wir haben bisher Windows 7, aber es ist erfreulich, wenn es künftig ein kostenloses und zuverlässig arbeitendes Screencasting-Programm für Windows geben sollte. Für den Mac gibt es das mit Quicktime schon viele Jahre lang.

  3. Ganz tolle Beschreibung und ausführliche Darstellung, was man alles beachten kann und soll! Hilfreiche Tipps auch für die Schüler.
    So schön aufgelistet und übersichtlich dargestellt habe ich es noch nirgends gesehen.

    Vielen Dank!

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