[Mac + Schule] Dateien in Curio als Verweis (Alias) einbinden anstatt sie zu kopieren

Bei der Unterrichtsplanung und -dokumentation mit Curio sollte man meines Erachtens darauf achten, nicht ständig Kopien der eingebundenen Dateien zu erzeugen. Curio ist nämlich standardmäßig so eingestellt, dass beim Drag-and-Drop aus dem Finder Dateien immer kopiert werden. Wie man das vermeidet, habe ich in diesem Video erklärt.

Wenn man das Erstellen von Verweisen als Standard einstellen möchte, kann man das mit einem Terminal-Befehl tun. Er ist auf der Seite Curio 9 Advanced Power User Settings unter dem Stichwort »Embed Assets« zu finden.

Freie Abbildungen zum Themenbereich »Atmosphäre«

In letzter Zeit (teilweise auch schon etwas länger her) habe ich für verschiedene Projekte grundlegende Abbildungen zum geographischen Themenbereich »Atmosphäre« selbst erstellt — in der Regel deshalb, weil es keine entsprechenden Abbildungen unter freien Lizenzen gab, ich aber welche brauchte oder haben wollte.

Ich habe diese Abbildungen auf Wikimedia Commons hochgeladen. Da sie aber nicht in der Wikipedia verlinkt sind, findet man sie dort nicht, wenn man nicht konkret danach sucht. Die Abbildungen könnten für andere Geographielehrer auch interessant sein, (z.B. für die Arbeit im ZUM Wiki), daher verlinke ich sie hier.

Teilweise ist eine Abbildung sowohl als bearbeitbare .svg-Vektorgrafik als auch als .png-Datei vorhanden. Das liegt daran, dass der svg-Export meines Grafikprogramms (iDraw) das Layout teilweise etwas verschiebt und ich wollte, dass immer auch eine korrekt dargestellte Version vorhanden ist.

Migrating a website from Textpattern to WordPress

This post is in English to make it available to a wider international audience. When I was trying to find hints or tutorials for migrating my long-term Textpattern site to WordPress, I hardly found anything that wasn’t several years old. So I’m documenting my approach hoping that some will find it useful.


I’d been running my blog rete-mirabile.net using Textpattern as its CMS for eleven years. The site structure was elaborate, about 400 posts had accumulated in that time. While Textpattern (TXP) is – in my opinion – still a CMS that has its place and can build complex sites with an elegant back-end, it is not a modern blogging system. I found it lacking in areas such as the comments (moderation, spam prevention, comment subscriptions), integration with other web services, integration with desktop blogging apps (which I’d like to use), themes (especially mobile ones), and Markdown support (which has become my favourite writing syntax). Recently, I started a new blog using WordPress (WP) and realised that WP had developed into a powerful blogging engine during the years I hadn’t been looking at it. So I decided to migrate my blog from Textpattern to WordPress.

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[Mac + Schule] Mindmaps exportieren und importieren mit Curio

Curio ist der Dreh- und Angelpunkt meiner täglichen Unterrichtsplanung und -organisation. Ich benutze das Programm schon mehrere Jahre, aber es ist so vielfältig, dass ich immer noch neue und nützliche Funktionen entdecke.

Unter anderem kann man in Curio Mindmaps erstellen und flexibel gestalten. Nun wollte ich vor Kurzem eine Mindmap an jemanden weitergeben, der sie in einem anderen Programm bearbeiten wollte. Dabei stellte sich heraus, dass das mit Curio gar kein Problem ist. Curio kann Mindmaps in verschiedenen Formaten exportieren und importieren.

Exportieren

Um eine Mindmap zu exportieren, klickt man sie an, um sie auszuwählen und klickt dann den Share-Button in der Symbolleiste. Zusätzlich zu den dort sonst üblichen Optionen zeigt Curio nun die Möglichkeit an, die Mindmap in vier verschiedenen Formaten zu exportieren. Dabei ist OPML ein hersteller-unabhängiges XML-Format, das sehr viele der nicht explizit genannten Programme verstehen.

Mindmap export in Curio

Mindmap export in Curio

Importieren

Der Import von Mindmaps aus anderen Programmen ist noch einfacher: Man zieht die zu importierende Datei auf einen Ideaspace in Curio. Dabei fragt das Programm dann nach, ob es die Datei in eine Curio-Mindmap umwandeln soll.

Mindmap Import in Curio

Fazit

Diese Möglichkeiten machen das Arbeiten mit Mindmaps in Curio sehr flexibel. Ich finde es super, wenn Entwickler auch auf solche scheinbar kleinen Details achten und damit dem Nutzer die Möglichkeit geben, selbst zu entscheiden, welches das beste Werkzeug für eine bestimmte Aufgabe ist.

Wie Getränkedosen hergestellt werden

 

Der engineerguy erklärt sehr anschaulich, wie Getränkedosen hergestellt werden. Das kann man im NwT- oder Technikunterricht sicher mal einbringen, weil klar wird, dass viele einzelne Schritte, viele kleine Optimierungen und fundierte Kenntnis der Materialien und Maschinen nötig sind, um das so hinzukriegen.

Interessant sind auch die am Ende verlinkten weiterführenden Videos.

Gefunden bei The Kid Should See This.

Neuer Motor und neue Karosserie für rete-mirabile.net …

… das Transportgut ist aber gleich geblieben und wurde beim Umladen – so weit ich das sehen kann – auch nicht beschädigt.

Ich blogge seit März 2004 und seither war das CMS Textpattern bei rete-mirabile.net unter der Haube aktiv. Damals war Textpattern ein lebhaft entwickeltes Content Management System, das viele innovative Funktionen mitbrachte und als eines der ersten auf Webstandards setzte.

Ich mag Textpattern immer noch, aber inzwischen ist die Entwicklung ziemlich träge geworden, viele Plugins wurden seit Jahren nicht mehr aktualisiert, moderne Funktionen wie z.B. der Spam-Schutz bei Kommentaren oder das Abonnieren von Kommentaren lassen sich nicht oder nur sehr schwer realisieren.

Vor kurzem startete ich ein neues Blog mit WordPress und war begeistert, was mit einer modernen Blog-Software inzwischen alles geht. Die Spam-Prävention in den Kommentaren, die Abo-Funktion für Kommentare, ein flexibles und mobiles Layout, die Integration mit anderen Programmen und Diensten sowie die aktive Weiterentwicklung und die große Nutzerbasis waren für mich die ausschlaggebenden Aspekte, warum ich nun rete-mirabile.net von Textpattern zu WordPress migriert habe.

Mein altes Design war mir inzwischen außerdem etwas zu verspielt. Allerdings war ich 2007, als ich dieses Design erstellt habe, noch sehr aktiv in den damals aktuellen Webdesign-Entwicklungen »drin«. Inzwischen kenne ich in diesem Bereich nur noch rudimentär aus, weil  z.B. die Themen flexibles und mobiles Webdesign weitgehend an mir vorbei gegangen sind. Insofern verwende ich nun ein vorhandenens WordPress-Theme, das Profis gemacht haben (damit hat rete-mirabile.net nun auch ein mobiles Layout).

Links funktionieren weiterhin

Der Umzug lief reibungslos, nach der Übertragung der Artikel waren aber noch einige Stunden Handarbeit nötig, um z.B. Tags und Downloads wieder zum Laufen zu bekommen. Inzwischen müsste alles funktionieren, die Artikel-URLs sind heil geblieben, einige Meta-URLs wie z.B. die Archivseiten für einzelne Themen habe ich auf entsprechende Schlagwortseiten permanent umgeleitet (denn Cool URIs don’t change).

Die alten Kommentare fehlen allerdings weitgehend. Bei einigen neueren Artikeln mit Kommentaren, die zusätzliche Informationen oder Links enthalten, habe ich die Kommentare manuell übertragen. Da das aber mühsame, zeitraubende Arbeit ist, habe ich das auf einige wenige Artikel beschränkt.

Sollten irgendwo noch Fehler auftauchen, würde ich mich über einen Hinweis freuen.

[Gelesen] Gerstengarbe/Welzer: Zwei Grad mehr in Deutschland

Von Jahr zu Jahr wird die Ahnung konkreter, dass der globale Klimawandel konkrete Auswirkungen auf jeden einzelnen hat. Neun der zehn bisher wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen lagen im 21. Jahrhundert, 2014 war bisher das wärmste Jahr seit Menschen Temperaturen einigermaßen exakt messen.

Dennoch bleibt es schwierig sich vorzustellen, wie genau sich das veränderte Klima auf das Leben und die Gesellschaft in Deutschland auswirken werden. Das Buch Zwei Grad mehr in Deutschland von den Herausgebern Friedrich-Wilhelm Gerstengarbe und Harald Welzer schließt damit eine wichtige Lücke: Der interessierte Leser kann sich hier ein konkretes Bild machen.

Ich wünsche diesem Buch viele, viele Leser, denn es gibt auf jeder gesellschaftlichen Ebene zahlreiche Möglichkeiten der Anpassung an die zu erwartenden Verhältnisse. Dabei geht das Zielpublikum weit über geographisch Interessierte hinaus: Heutige und künftige Haus- oder Wohnungsbesitzer, Bürgermeister, Mitarbeiter von Verkehrsbetrieben, Landwirte sind nur eine Auswahl der Menschen, die sich über die möglichen Konsequenzen des Klimawandels in Deutschland informieren sollten. Persönliche, wirtschaftliche, politisch und gesellschaftliche Konsequenzen werden fast überall zu spüren sein. Das Buch ist auch ein Plädoyer dafür, sich konstruktiv auf die Veränderungen einzustellen, damit ihre Konsequenzen in einem erträglichen Bereich bleiben.

Ich habe Zwei Grad mehr in Deutschland bei ZUM Buch ausführlich besprochen.

[UPDATE 31.03.2015] Ich habe ein Video über das Buch gemacht, um Schüler auf diesem Wege zu motivieren, das Buch zu lesen und den Einstieg etwas zu erleichtern.

 

Drahtlos auf den Beamer – Ein Versuch

Ich habe meinen Rechner täglich mit in der Schule und projiziere in fast jeder Stunde den Unterrichtsentwurf sowie verlinkte Dateien auf den Beamer. Bisher verwende ich dazu ein vier Meter langes Kabel (Mini-DVI auf HDMI) bzw. ein VGA-Kabel mit Adapter bei älteren Beamern. Axel Krommer hat mich mit seinem Paper Die Demokratisierung des Beamers via AppleTV jedoch auf die Idee gebracht, die Möglichkeiten auszutesten, den Beamer drahtlos anzusprechen.

Der genannte Artikel stellt dazu verschiedene Möglichkeiten vor. Ich wollte das möglichst preisgünstig und mit einem möglichst kleinen Gerät realisieren. Apple TV kam für mich nicht in Frage, weil ich in verschiedenen Räumen unterrichte und das Gerät jeweils mitnehmen muss. Das Apple TV ist zwar klein, aber nicht so klein, dass ich es neben all dem anderen Kram auch noch in meiner Tasche mit mir herum tragen wollte. Außerdem bräuchte ich noch ein entsprechendes HDMI Kabel dazu, was dann Kabel Nr. 4 in meiner Tasche wäre.

Blieb also noch das in Axels Artikel genannte EZ Cast. Das ist deutlich günstiger als ein Apple TV, bei amazon habe ich es für ca. 25 EUR bekommen. EZ Cast unterstützt verschiedene Betriebssysteme und Protokolle zur Bild- und Tonübertragung. Im Folgenden möchte ich meine Erfahrungen damit kurz schildern.

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Gleichzeitiges Arbeiten mit mehreren Benutzern auf »einer« DokuWiki-Seite

Bei DokuWiki ist es nicht möglich, dass mehrere Benutzer gleichzeitig die gleiche Seite bearbeiten (Kennt jemand ein Wiki-System, das das kann?). Das ist ein entscheidender Nachteil gegenüber z.B. Etherpad oder Google Docs.

Wenn man die Ergebnisse mehrerer Benutzer oder Gruppen dennoch ohne großen Aufwand auf einer Wiki-Seite anzeigen möchte, kann man sich mit einem Workaround behelfen. Man braucht dazu das Include Plugin, mit dem man den Inhalt von Wiki-Seiten auf anderen Seiten anzeigen kann, sowie idealerweise das Comment Plugin, das es erlaubt, mit einer Kommentarsyntax (/* */) Seitenelemente auszukommentieren, d.h. sie für den Betrachter der Wiki-Seite unsichtbar zu machen.

In diesem Beispiel gehe ich von vier Gruppen aus, die auf vier unterschiedlichen Seiten arbeiten. Alle Seiten sollen nachher auf der »Master-Seite« angezeigt werden.

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MOOC des KM Baden-Württemberg: Smartphones im Unterricht

Das KM Baden-Württemberg führt einen MOOC zum Thema Smartphones im Unterricht durch. Das finde ich eine tolle Sache.

Zum Einen freut es mich, dass »mein« Kultusministerium sich innovativen und netzbasierten Lernformen in der Lehrerfortbildung öffnet. Das ist ein ermutigendes Signal (man muss allerdings sagen, dass z.B. mit dem Lehrerfortbildungsserver in Baden-Württemberg schon sehr lange das Netz zu diesem Zweck eingesetzt wird, ein MOOC stellt dabei aber, wie ich finde, eine neue Stufe dar).

Zum Anderen freue ich mich über das Thema, denn wenn das KM Lehrer dazu ermutigt, ihr Smartphone im Unterricht einzusetzen, wird schon allein diese Tatsache den Geräten bei vielen Kollegen eine größere Legitimation im schulischen Kontext geben. Die Diskussion über den Umgang mit Smartphones und Tablets an der Schule (am Ende dann auch über BYOD für Schüler) wird dadurch sicher intensiviert werden.

Ich bin jedenfalls gespannt. Hier ist das Einführungsvideo zum MOOC »Smartphones im Unterricht« (es steht übrigens unter einer CC-Lizenz – auch das ist erfreulich, auch wenn das Einbetten anscheinend deaktiviert wurde).

 

Lernlust?

Bob Blume fragt nach der Lernlust in der eigenen Schulzeit :

… wie in der eigenen Schulzeit gutes Lernen, d.h. was an Projekten, Stunden und gemeinsamen Arbeiten in Erinnerung geblieben ist.

Aus diesem Anlass habe ich ein wenig über diesen Aspekt meiner Schulzeit nachgedacht. Ich musste ziemlich lange und intensiv nachdenken, denn spontan fiel mir erstmal gar nichts ein. An Projekte und gemeinsames Arbeiten kann ich mich auch nach längerer Überlegung nicht erinnern. Im Nachhinein betrachtet war der Unterricht während meiner Schulzeit (von 1982 bis 1995) wohl ziemlich konservativ. Weiter lesen …

Kommerzielle Überwachung und Datenschutz

Im November 2014 erschien im Auftrag der österreichischen Bundesarbeitskammer eine Studie mit dem Titel »Kommerzielle digitale Überwachung im Alltag«. Hauptautor ist Wolfie Christl.

Ziel der Forschungsarbeit war es, einen umfassenden Blick darauf zu werfen, wie die Speicherung, Verknüpfung und Verwertung von digitalen persönlichen Daten heute im Detail funktioniert und wel- che gesellschaftlichen Implikationen sich daraus ergeben. Nicht zuletzt sollte eine Antwort auf die dringende Frage gefunden werden: Was tun?

Wolfie Christl: Kommerzielle digitale Überwachung im Alltag, S. 4.

Die Studie gibt einen guten Überblick über die heutigen Möglichkeiten, Ziele und Mechanismen kommerzieller Überwachung. Wer sich schon länger mit Datenschutz und Privatsphäre beschäftigt, wird erwartungsgemäß vieles finden, das bereits bekannt ist. Allerdings waren für mich auch viele neue Aspekte enthalten bzw. konnte ich viele vage Vorstellungen konkretisieren und unklare Konzepte besser verstehen.

Zum Beispiel wusste ich nichts vom deutschen »Listenprivileg«:

eine Ausnahmeregelung im deutschen Datenschutzrecht, die die Nutzung von personenbezogenen Daten zu Werbezwecken, zur Markt- und Meinungsforschung sowie die (gewerbliche) Weitergabe an Dritte erlaubt. Nach § 28 und § 29 des deutschen Bundesdatenschutzgesetzes dürfen Adresslisten mit Name, Anschrift, Geburtsjahr, Beruf und die „Zugehörigkeit der Betroffenen“ zu einer bestimmten „Personengruppe“ unter bestimmten Bedingungen verarbeitet, genutzt und übermittelt werden. Da die Anzahl der Listen nicht beschränkt ist, können durch die erwähnte Zugehörigkeit zu einer bestimmten Personengruppe eine Vielzahl an Listen mit jeweils anderen Eigenschaften erstellt werden. Eine Zustimmung der Betroffenen ist dazu nicht erforderlich, die Betroffenen können allerdings der Nutzung ihrer Daten widersprechen („Opt-out“).

Wolfie Christl: Kommerzielle digitale Überwachung im Alltag, S. 9.

Auch die Prognosemöglichkeiten auf der Basis verschiedener Daten oder Metadaten wie z.B. Facebook-Likes oder auch dem Rhythmus der Tastaturanschläge waren mir in dieser Breite noch nicht geläufig (siehe z.B. »Predictive Analytics: Ausgewählte Problemfelder und Beispiele«, S. 14 ff).

Ein ganzes Kapitel geht auf »Datenhungrige Geräte und Plattformen« ein und zeigt unter anderem die Zusammenhänge auf, die sich aus der Kombination von Tracking und kommerziellen Interessen ergeben, z.B. die Verknüpfung von Überwachung im Auto mit der Gewährung von Versicherungstarifen oder auch »Rabatte« in der Krankenversicherung, wenn man bereit ist, mit Hilfe eines »Fitness-Armbands« der Versicherung Daten zur Verfügung zu stellen. Diese beiden Beispiele wurden in den letzten Monaten insofern akut, als es in Deutschland erste Anbieter solcher Tarife gibt (in den USA ist das natürlich schon länger relevant). Juli Zeh hat der SZ dazu neulich ein lesenswertes Interview gegeben: Wir werden manipulierbar und unfrei.

Das fünfte Kapitel (»Das Geschäft mit den persönlichen Daten«) zeigt die kommerziellen Interessen und einige große Firmen in diesem Geschäft auf. Auch hier gibt es – wie ich finde – viele wichtige Einblicke finden und Zusammenhänge zu lernen.

Die »Schlussfolgerungen« (Kapitel 6) zeigen in knapper und klarer Form Handlungsmöglichkeiten für verschiedene Zielgruppen (z.B. Politik, Unternehmen, Bürger) auf.

Insgesamt finde ich diesen Text sehr lesenswert für alle, die sich in der digitalen Welt bewegen. Auch mit Schülern könnte man ihn bearbeiten (z.B. arbeitsteilig einzelne Kapitel in Gruppen erarbeiten und sich gegenseitig vorstellen oder auch Poster daraus erstellen, die in der Schule ausgestellt werden).

* * *

Weiteres Material, um Schüler über das Thema zu informieren und sie zu sensibilisieren, ist das ebenfalls empfehlenswerte Buch Die Datenfresser von Constanze Kurz und Frank Rieger.

Außerdem habe ich mal eine Unterrichtseinheit zu Privatsphäre und Datenschutz erstellt.1

Schließlich habe ich bei Pinboard inzwischen viele Links zum Thema Datenschutz gesammelt: https://pinboard.in/u:retemirabile/t:datenschutz.

* * *

Thematisiert Ihr solche Dinge mit Euren Schülern? Falls ja, in welchem Kontext und mit welchem Material? Das würde mich sehr interessieren!


1 Leider sind dort zur Zeit nicht mehr alle Links funktionsfähig, weil ich intensiv Material von klicksafe benutzt habe. Das ist eigentlich eine tolle Ressource, aber leider verschieben die regelmäßig Artikel, ohne eine Weiterleitung einzurichten, so dass Links ins Leere laufen. Einige Artikel scheinen auch komplett entfernt worden zu sein, seit ich vor zwei Jahren das Material zusammen gestellt habe. Dennoch funktionieren die meisten Sachen noch: Privatsphäre und Datenschutz.

 

Ein Unterrichtswiki mit DokuWiki realisieren

Einige meiner Kollegen und auch Fortbildungsteilnehmer spielen in letzter Zeit mit dem Gedanken, selbst ein Unterrichtswiki zu betreiben. Ich empfehle in der Regel DokuWiki, weil es meines Erachtens die beste Kombination aus leichter Administration, guter Bedienbarkeit (für Schüler und Lehrer) und angemessenem Funktionsumfang bietet.

Dieser Beitrag ist als Starthilfe gedacht, um das eigene Unterrichtswiki möglichst problemlos in Gang zu bekommen.
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Schulisches Wissensmanagement mit DokuWiki

In letzter Zeit machten sich Florian Emrich und Niklas Tervooren über Wikis als Werkzeuge zum Wissensmanagement an Schulen Gedanken. Florian stellt in seinem Beitrag das Wiki-Setup seiner Schule vor und fragt am Ende, ob es noch mehr Leute gäbe, die damit Erfahrung hätten. Hiermit möchte ich meine bisherigen Erfahrungen gerne beisteuern.

DokuWiki als Schulintranet

Seit etwas mehr als zwei Jahren haben wir an meiner Schule ein DokuWiki als Schulintranet in Betrieb. Es gibt einen Lehrer- und einen Schülerbereich, beide sind nur mit dem jeweiligen schulischen Login zu erreichen. Lehrer haben Zugriff auf den Schülerbereich, Schüler natürlich umgekehrt nicht. Weiter lesen …

Online-Tools und -Materialien zur Geographie

Tools und Materialien beim LMZ Baden-Württemberg

Das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg bietet ein umfassendes Geo-Portal an, in dem viele Online-Werkzeuge frei genutzt werden können. Darüber hinaus gibt es viele Materialien von Fortbildungen und Unterrichtsmodule die man nutzen kann, wenn man in Baden-Württemberg unterrichtet und sich einen Account beim LMZ zulegt.

Die frei nutzbaren Geowerkzeuge haben es meines Erachtens in sich. Drei Beispiele:

  • Es gibt z.B. ein Tool namens »Bevölkerung und Altersstruktur«, mit dem man die Altersstruktur von bis zu drei beliebigen Staaten der Erde vergleichen und deren künftigen Verlauf animiert darstellen lassen kann.
  • Das Wetter-Tool erlaubt die Analyse der Wetterlage sowie einfache Prognosen mit professionellen und tagesaktuellen Karten
  • Mit dem Gelände-Tool kann man ein Profil von jedem beliebigen Geländeschnitt erstellen lassen. Für registrierte Lehrer aus Baden-Württemberg gibt es sogar noch Zusatzmaterialien wie Aufgabenbeispiele mit Lösungen (verborgen hinter dem Schloss-Icon ganz rechts in der Symbolleiste).

Neben diesen Werkzeugen und Materialien gibt es noch eine Linkliste für den Geographie-Unterricht, die speziell auf die Themen in der Geographie-Oberstufe des Bildungsplans von Baden-Württemberg ausgerichtet ist (aber sicherlich auch viele thematische Überschneidungen mit anderen Bundesländern hat).

earth

Ein weiteres Werkzeug, um die Dynamik der Atmosphäre zu verdeutlichen, hat Cameron Beccario erstellt. Es heißt schlicht earth und greift auf verschiedene Datenströme zu, um diese dann aktuell (alle drei Stunden) und visuell sehr ansprechend darzustellen (Die About-Seite nennt genauere Details).

Man kann z.B. den Wind in verschiedenen Druckniveaus anzeigen lassen und somit beispielsweise auch den aktuellen Verlauf der Jetstreams (siehe Screenshot unten). Oder auch die Passatwinde auf nahezu Meeresniveau etc.

earth-jetstream.jpg

earth ist ein tolles Werkzeug, um das recht schwierige theoretische Wissen über die Atmosphäre in der Oberstufe anschaulicher zu machen und den konkreten Bezug zum aktuell erlebten Wetter herzustellen.

 

Hans Rosling macht die globale Bevölkerungssituation anschaulich

Hans Rosling hat schon viele anschauliche Vorträge über Bevölkerungsentwicklung, Entwicklung und andere verwandte Themen gehalten.

Ich setze seine Vorträge regelmäßig in Geographie ein. Ein Grund ist, dass er immer wieder betont, dass es wichtig sei, sich mit den konkreten Daten einer Problemlage zu beschäftigen und nicht aus dem Bauch heraus auf der Basis von Klischees zu urteilen. Außerdem macht er diese Daten anschaulich und verwendet dabei Datenquellen, die auch Lehrern und Schülern offen stehen (siehe Aktuelle Daten (nicht nur) für den Geographie-Unterricht, dort v.a. Gapminder und Google Public Data).

Vor einiger Zeit hat er nun einen einstündigen Vortrag veröffentlicht, der viele seiner zentralen Erkenntnisse und Daten anschaulich zusammenfasst und – was besonders wichtig ist – mit Video-Einspielungen aus verschiedenen Regionen der Welt ergänzt.

Unter anderem bekommt man einen Einblick in die Situation einer 2-Kind-Familie in Bangladesch und wie sich die gesellschaftliche Situation dort bezüglich Familienplanung in den letzten Jahrzehnten geändert hat. Ein weiterer wichtiger Einblick kommt aus Mozambique: Man erlebt, welche ökonomischen Hindernisse es Alltag einer sehr armen Familie konkret gibt und wie zum Beispiel die Anschaffung eines Fahrrads einen großen Zugewinn an Lebensqualität bedeutet.

Ich habe den Film als Abschluss der Unterrichtseinheit »Globale Disparitäten« gezeigt und anschließend noch mal zusammenfassend die wesentlichen Aspekte mit den Schülern diskutiert. Diese haben bestätigt, dass der Film Vieles greifbarer und klarer gemacht hat.

Man kann auch noch eine methodische Diskussion über gute Vortragsgestaltung anschließen, denn Hans Rosling wechselt souverän zwischen digitalen und realen Anschauungsmedien hin und her. Schüler können sich von seiner Art zu präsentieren viel abschauen.

DON’T PANIC — The Facts About Population. (Das Video liegt bei Vimeo, lässt sich dort aber nicht finden und daher hier auch nicht einbinden, möglicherweise aus Lizenzgründen, da der Beitrag auch bei der BBC lief.)

 

Einblicke in die molekulare Maschinerie von Lebewesen

In der Biologie kann man sich mit ganz unterschiedlichen Größenordnungen beschäftigen. Von Ökosystemen, deren Abmessungen in Kilometer angegeben werden bis hin zu Molekülen innerhalb von Zellen, deren Größe nur einige Mikrometer oder gar Nanometer beträgt.

Diese ganz kleine Welt der intrazellulären Prozesse ist für uns meist besonders schwierig zu verstehen. Durch lange Beschäftigung mit den verschiedenen Prozessen kann man ein Bauchgefühl dafür entwickeln, wie diese ablaufen und wie es in so einer Zelle aussieht. Für Schüler, die diese Welt neu kennenlernen, bleibt hingegen vieles völlig unverständlich, weil sie natürlich zunächst die Konzepte unserer mesoskaligen Welt auf diese Mikro- und Nanowelt übertragen. Weiter lesen …

[Mac + Schule] Was mir an meinem Mac als Arbeitsrechner gefällt

Immer wieder sprechen mich Kollegen an, die überlegen, sich einen Mac zuzulegen, und wollen meine Meinung hören. Da ich meist ähnliche Dinge sage, schreibe ich die Gründe, die mich vom Mac als Plattform für einen Arbeitsrechner überzeugen, hier mal auf (aus aktuellem Anlass für meine Kollegin J.M.).

Anforderungen

  • Ich arbeite beruflich komplett digital. Meine Planung, Vorbereitung, Dokumentation, Kommunikation etc. finden mit Hilfe des Computers statt. Ich habe keine Ordner oder andere papiergebundene Ablage (mehr). Schulbücher liegen natürlich dennoch in Papierform vor.
  • Ich habe den Rechner täglich im Unterricht dabei und transportiere ihn daher fünf Mal pro Woche von Zuhause zur Schule und zurück.
  • Ich besitze nur diesen einen mobilen Rechner (ein 13-Zoll MacBook Pro von Mitte 2009 mit 8 GB Arbeitsspeicher und einer 1 TB-Festplatte), der damit alle Anforderungen an meine digitalen Arbeitsabläufe erfüllen muss.

Aus diesen Rahmenbedingungen ergeben sich einige grundlegende Anforderungen, die mein Rechner erfüllen muss:

  • Zuverlässigkeit im Dauereinsatz,
  • Robustheit,
  • Hochwertigkeit (ich finde, dass ein häufig benutztes Produkt so hochwertig sein sollte, dass man eine gewisse Benutzungsfreude aus der alltäglichen Arbeit gewinnt),
  • Klarheit der Bedienung und Benutzerfreundlichkeit (ich hasse unnötige Handgriffe, vor allem bei regelmäßig wiederholten Aufgaben),
  • Erweiterbarkeit,
  • Möglichkeiten der Automatisierung.

Der Mac erfüllt meines Erachtens all diese Anforderungen.

Ich bin vor acht Jahren von Windows auf den Mac umgestiegen und habe diesen Schritt nie bereut. Ich halte meinen Mac für einen qualitativ sehr hochwertigen Rechner mit hochwertiger Softwareausstattung, der für meinen beruflichen Alltag als Lehrer bestens geeignet ist. Das zeigt sich in verschiedenen Bereichen und Funktionen. Einerseits gibt es grundlegende Eigenschaften, die den Rechner zuverlässig machen und dafür sorgen, dass man gerne damit arbeitet. Andererseits gibt es eine Reihe von Detailfunktionen, die in der täglichen Arbeitsroutine einen festen Platz haben und oft eine Menge Zeit und/oder Aufwand sparen.

Ich bin mir natürlich bewusst, dass man Macs und Apple auch in vieler Hinsicht kritisieren kann. Es geht mir in diesem Beitrag aber nicht darum, eine Erörterung der Vorzüge und Nachteile zu verfassen. Ich möchte lediglich die Gründe nennen, die mich persönlich vom Mac überzeugen und die dazu führen, dass ich ihn den meisten Kollegen für die Arbeit in der Schule empfehlen kann. Man muss aber sehen, dass der Mac natürlich kein »Paradies« ist. Auch hier gibt es hin und wieder Hardware- und Softwareprobleme, auch hier gibt es manchmal frustrierende Kontakte mit dem Support. Meiner Erfahrung nach kommt das aber deutlich seltener vor als in der Windows-Welt. Weiter lesen …

[Gelesen] Richard Dawkins: The Magic of Reality

Richard Dawkins polarisiert mit vielen seiner Veröffentlichungen. In den kontroversen Diskussionen geht oft unter, dass er naturwissenschaftliche Phänomene hervorragend erklären kann (er war nicht umsonst bis zu seiner Emeritierung als Professor zuständig »for the Public Understanding of Science« an der Universität Oxford).

Ich habe sein Buch »The Magic of Reality« als interaktive App auf dem iPad gelesen und finde das Buch und die App sehr empfehlenswert. Ein bisschen weltanschauliche Kontroverse steckt aber auch in diesem Buch … 

Meine komplette Rezension findet sich auf ZUM-Buch: Richard Dawkins: Der Zauber der Wirklichkeit

 

Wölfe im Yellowstone National Park – Einblicke in die Zusammenhänge eines Ökosystems

Ein Video über den Yellowstone National Park erklärt einige Zusammenhänge des Ökosystems: Die Rückkehr der Wölfe als Raubtiere an der Spitze der Nahrungskette hat zu weitreichenden Veränderungen geführt.

Das Video könnte man vielleicht als Einstieg in eine Einheit zur Ökologie zeigen. Eindrucksvolle Bilder und eine Erklärung dazu, die grundlegende Einsichten vermittelt.

Allerdings ist die Darstellung wohl zu simplistisch, wie ein Artikel von Arthur Middleton in der NY Times erklärt. Dort wird auf verschiedene Nachfolgestudien hingewiesen, die ein komplexeres Bild zeichnen. Der zentrale Satz:

Amid this clutter of ecology, there is not a clear link from wolves to plants, songbirds and beavers.

Arthur Middleton: »Is the Wolf a Real American Hero?«, 13.03.2014

Dennoch halte ich das Video über die Wölfe für geeignet, denn man kann gut daran erarbeiten, dass es weitreichende Einflüsse und Vernetzungen gibt. Und man kann nach der Sicherung der Verständnisses weiter differenzieren, um zu der Einsicht zu gelangen, dass gerade in der Ökologie oft sehr komplexe Wirkungsgefüge vorherrschen, die wir oft erst Schritt für Schritt erschließen können. Außerdem wird deutlich, dass es heikel ist, wenn Menschen sich in diese Ursache-Wirkungsnetze aktiv einmischen.

In den Kommentaren zu einem TED-Vortrag über dieses Thema hat es der Kommentator auf den Punkt gebracht:

It’s a very interesting talk with a bright showcase for the idea – Yellowstone’s Park reintroducing wolves with a cascade of great results.
Yet, it’s always good to remind people that it’s not as easy as it might look, and that inverse results (catastrophic results coming from removing or reintroducing species in certain places) could also happen.
These are complex systems that could go very wrong by careless manipulation.

Renato Murakami: Kommentar zum TED Vortrag

Man könnte dann z.B. auch Beispiele zeigen, in denen Neophyten oder Neozoen ein Ökosystem massiv stören und sich unkontrolliert ausbreiten1, z.B. das Indische Springkraut (auch »Drüsiges Springkraut«) in Deutschland, für dessen Bekämpfung man in Freiburg z.B. Bachpatenschaften übernehmen kann .


1 Wobei zu den Wölfen in Yellowstone natürlich ein wichtiger Unterschied besteht: Sie sind keine Neozoen, sondern kamen zurück, nachdem sie von Menschen ausgerottet worden waren.