Getting Real in der Schule: Rinse and Repeat

Rinse and repeat

Work in iterations.

Don’t expect to get it right the first time. […] Instead of banking on getting everything right upfront, the iterative process lets you continue to make informed decisions as you go along. […] The result is real feedback and real guidance on what requires your attention.

Iterations lead to liberation – You don’t need to aim for perfection on the first try if you know it’s just going to be done again later anyway. Knowing that you’re going to revisit issues is a great motivator to just get ideas out there to see if they’ll fly.

Der Ansatz „Rinse and Repeat“ ist inhaltlich verwandt mit Test in the Wild. Beim Ausprobieren neuer Ideen ist es wichtig, reales Feedback aus realen Situationen zu bekommen. Denn das trägt dazu bei, greifbare Fortschritte zu machen und sich diese nicht theoretisch zu überlegen. „Rinse and Repeat“ zielt darauf ab, von vornherein davon auszugehen, dass man an einer Methode oder einem neuen Unterrichtskonzept noch mehrmals feilen muss, bevor alles „rund“ läuft.

Beim Programmieren bedeutet das: man entwickelt ein Programm, merzt diejenigen Fehler aus, die man auf Anhieb finden kann und die kritisch sind, und lässt dann reale Nutzer damit arbeiten. Man hört diesen Nutzern zu, fordert sie auf, Rückmeldungen zu geben, Verbesserungsvorschläge zu machen und auf Unstimmigkeiten hinzuweisen. Das gewonnene Feedback nutzt man, um das Produkt in der nächsten Version zu verbessern. So wird es mit jedem „Durchgang“ besser.

Knarzen und Knirschen

Das lässt sich auch auf die Schule übertragen: wenn ich etwas Neues ausprobiere, dann gehe ich selbstverständlich davon aus, dass es beim ersten Mal noch nicht hundertprozentig klappen wird. Ich erwarte das Knarzen und Knirschen. Ich höre genau hin, „von wo es kommt“. Ich beobachte genau, wie mein neuer Ansatz ankommt. Unter Umständen kann ich auch meine „Nutzer“ (sprich: die Schüler) fragen, wo es Schwierigkeiten gab und was verbessert werden kann. Diese Erfahrungen setze ich bei nächster Gelegenheit um und modifiziere die Herangehensweise entsprechend. Nach wenigen Durchläufen wird mein „Produkt“ deutlich besser sein als zu Anfang und „rund laufen“.

„Rinse and Repeat“ bietet zwei entscheidende Vorzüge: Ich vermeide Frust, wenn ich nicht erwarte, dass alles auf Anhieb klappt (diese Erwartung ist meist ohnehin illusorisch). Und ich kann mehr Ideen tatsächlich umsetzen, weil ich nicht so lange grübeln muss, was die „perfekten“ Bedingungen zur Umsetzug sind. So kann ich frischer und entspannter an neue Ideen herangehen, weil ich von mir selbst nicht verlange, dass alles auf Anhieb klappen muss.

Dieser Artikel ist Teil einer Serie. Um ihn einzuordnen, lesen Sie am besten den einleitenden Beitrag: Getting Real in der Schule

 

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