Lexikon der Öko-Irrtümer

Dirk Maxeiner & Michael Miersch: Lexikon der Öko-Irrtümer.
München: Piper (2000).

Fakten statt Umweltmythen will dieses Buch vermitteln und dabei einen sogenannten Öko-Realismus propagieren. In der Tat steckt es voller nützlicher und interessanter Fakten, die thematisch geordnet (z.B. Energie, Gentechnik, Gesundheit, Müll etc.) und daher leicht zugänglich sind und anhand von konkret formulierten Mythen leicht verständlich behandelt werden.

Allerdings gibt es einige Schwachstellen: die Darstellung der Mythen wie der Fakten erscheint oftmals verkürzt und stereotyp. Dies erzeugt zwar den Eindruck der prägnanten Darstellung, kann aber bei komplizierten Zusammenhängen wie z.B. dem Klimaproblem die Sachlage bei weitem nicht befriedigend darstellen. Hier ist also Vorsicht beim Zitieren der Informationen geboten (es ergeben sich z.B. Widersprüche zum ebenfalls hier besprochenen Buch von P. & A. Ehrlich: Betrayal of Science And Reason).

Der Leser muß selbst abwägen, welche Argumente verläßlich sind, weil sie überkommene und veraltete Vorstellungen durch aktuelle Daten richtigstellen (z.B. Flüsse und Seen verdrecken immer mehr) und welche Kapitel man nur mit Vorbehalten angehen sollte, weil durch inhaltliche Verkürzung oder zweifelhafte wissenschaftliche Grundlage die Argumentationsbasis nur dürftig ist. Ein Buch also, das man kritisch unter die Lupe nehmen sollte.

Umschlagtext über das Buch

„Das Klima kippt.“ – „Der Wald stirbt.“ – „Die Rohstoffe werden immer knapper.“

Täglich werden wir mit solchen Schreckensmeldungen konfrontiert. Häufig steckt dahinter jedoch ein Gemisch aus widersprüchlichen oder fragwürdigen Zahlen, aus Annahmen, Schätzungen und unzulässigen erallgemeinerungen.

Die renommierten Journalisten Dirk Maxeiner und Michael Miersch untersuchen rund hundertfünfzig Vorurteile, hinterfragen sie kritisch und lassen kompetente Wissenschaftler zu Wort kommen.

Sie plädieren für einen Neuanfang in der Umweltpolitik und empfehlen, die erstarrten Weltbilder durch fröhliche Aufklärung und konstruktive Veränderung zu ersetzen. Sie bringen fundierte Fakten und Zahlen auf den Tisch, die ein erheblich differenzierteres Bild über den Zustand unseres Planeten ermöglichen. Das »Lexikon der Oko-Irrtümer« stand monatelang auf den Bestsellerlisten.

Umschlagtext über die Autoren

Dirk Maxeiner, Jahrgang 1953, schreibt Sachbücher und entwickelt Konzepte für Zeitschriften, TV-Magazine und Bücher. Er war Chefredakteur von »Chancen«und von »natur«.

Michael Miersch, Jahrgang 1956, war bei der »taz«, bei »Chancen« und »natur«. Er dreht Dokumentarfilme und arbeitet als Journalist und Buchautor. Von ihm erschien außerdem »Das bizarre Sexualleben der Tiere« (1999).

Gemeinsam veröffentlichten die Autoren Öko-Optimismus« (Wissenschaftsbuch des Jahres 1996) und »Life Counts. Eine globale Bilanz des Lebens« (2000).

 

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