[Gelesen] Gerstengarbe/Welzer: Zwei Grad mehr in Deutschland

Von Jahr zu Jahr wird die Ahnung konkreter, dass der globale Klimawandel konkrete Auswirkungen auf jeden einzelnen hat. Neun der zehn bisher wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen lagen im 21. Jahrhundert, 2014 war bisher das wärmste Jahr seit Menschen Temperaturen einigermaßen exakt messen.

Dennoch bleibt es schwierig sich vorzustellen, wie genau sich das veränderte Klima auf das Leben und die Gesellschaft in Deutschland auswirken werden. Das Buch Zwei Grad mehr in Deutschland von den Herausgebern Friedrich-Wilhelm Gerstengarbe und Harald Welzer schließt damit eine wichtige Lücke: Der interessierte Leser kann sich hier ein konkretes Bild machen.

Ich wünsche diesem Buch viele, viele Leser, denn es gibt auf jeder gesellschaftlichen Ebene zahlreiche Möglichkeiten der Anpassung an die zu erwartenden Verhältnisse. Dabei geht das Zielpublikum weit über geographisch Interessierte hinaus: Heutige und künftige Haus- oder Wohnungsbesitzer, Bürgermeister, Mitarbeiter von Verkehrsbetrieben, Landwirte sind nur eine Auswahl der Menschen, die sich über die möglichen Konsequenzen des Klimawandels in Deutschland informieren sollten. Persönliche, wirtschaftliche, politisch und gesellschaftliche Konsequenzen werden fast überall zu spüren sein. Das Buch ist auch ein Plädoyer dafür, sich konstruktiv auf die Veränderungen einzustellen, damit ihre Konsequenzen in einem erträglichen Bereich bleiben.

Ich habe Zwei Grad mehr in Deutschland bei ZUM Buch ausführlich besprochen.

[UPDATE 31.03.2015] Ich habe ein Video über das Buch gemacht, um Schüler auf diesem Wege zu motivieren, das Buch zu lesen und den Einstieg etwas zu erleichtern.

 

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