Eisiger Finger unter dem Eis

Ein Kamerateam der BBC hat ein erstaunliches Phänomen gefilmt: unter dem Meereis in der Nähe es Ross-Archipels konnten sie beobachten, wie sich ein so genannter »Brinacle« bildet (das Wort ist wohl zusammen gesetzt aus brine und pinnacle).

In winter, the air temperature above the sea ice can be below – 20° C, whereas the sea water is only about – 1.9° C. Heat flows from the warmer sea up to the very cold air, forming new ice from the bottom. The salt in this newly formed ice is concentrated and pushed into the brine channels. And because it is very cold and salty, it is denser than the water beneath.

The result is the brine sinks in a descending plume. But as this extremely cold brine leaves the sea ice, it freezes the relatively fresh seawater it comes in contact with. This forms a fragile tube of ice around the descending plume, which grows into what has been called a brinicle.

bbc.co.uk

Beim Gefrieren von Meereis bleibt ein Großteil des Salzes im flüssigen Anteil zurück, so dass eine extrem salzhaltige Sole entsteht. Diese ist dichter und aufgrund ihrer Nähe zur deutlich kälteren Oberfläche auch kälter als das übrige Meerwasser und sinkt ab. Um die absinkende Sole herum gefriert das Meerwasser und bildet eine fragile röhrenartige Hohlform, die – in diesem Fall – innerhalb von Stunden die wenigen Meter zum Meeresgrund überbrückte.

Beim Kontakt mit dem Boden wurden unter anderem einige Seesterne in Eis eingefroren.

Der selbe Mechanismus (kaltes, salzreiches Wasser sinkt in die Tiefe) ist übrigens eine wichtige Antriebskraft der weltumspannenden Meeresströmungen: die so genannte Thermohaline Zirkulation (auch global conveyor belt oder Meridional Overturning Circulation genannt).

 

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