Schüler/innen erstellen selbst Lern- und Erklärvideos

YouTube Videos spielen im Alltag der meisten Schüler/innen eine große Rolle. Viele nutzen YouTube z.B. als Fernseh-Ersatz und hören einen Großteil ihrer Musik dort. Sie suchen dort aber auch gezielt nach Erklärvideos, wenn sie Inhalte aus dem Unterricht nicht richtig verstanden haben. Vor einiger Zeit habe ich im ZUM-Blog schon einmal einen Überblick verschiedener Erklärvideos gegeben. Inzwischen habe ich verschiedene Lerngruppen selbst Videos erstellen lassen und will in diesem Beitrag davon berichten.

Faktenwissen in Zeiten des Internets

Kürzlich bin ich durch Lars Reitze auf einen Tweet von Alice Keeler, einer US-amerikanischen Lehrerin, aufmerksam geworden.   Lars’ Kommentar dazu war: Wenn man praktisch immer Zugriff auf das Internet und damit auf fast das komplette „Wissen“ der Welt hat, muss man keine Fakten mehr wissen, denn man kann ja bei Bedarf schnell nachschauen. Diese Haltung wird seit einigen Jahren häufig vertreten und propagiert, auch von vielen netzaffinen Lehrern. Das geht so weit, dass der Begriff „Faktenwissen“ schon beinahe ein Schmähbegriff geworden ist, ein Symbol für das „alte verkrustete System“. Ich halte diese Position für falsch. Ich denke, es ist Weiter lesen …

Mit digitalen Medien besser lernen? Mein Beitrag zur Blogparade

Christian Ebel ruft zu einer Blogparade auf und fragt, welchen Mehrwert digitale Medien beim Lernen bringen können. Dazu möchte ich ein paar Gedanken notieren. Begriffe Digitale Medien Im Kontext der folgenden Beispiele bedeutet »digitale Medien« in der Regel ein »Gerät mit Internetzugang«. Das kann ein Desktop-Rechner, ein Laptop, ein Tablet oder ein Smartphone sein. Meine Schüler und ich benutzen hier ganz verschiedene Geräte, bisher bin ich in keinem Projekt aktiv, das auf die einheitliche Versorgung mit einer bestimmten Hardware setzt. Natürlich sind digitale Medien außerhalb dieser Eingrenzung viel breiter zu verstehen – ein Fernseher ist zum Beispiel inzwischen auch ein Weiter lesen …

Faszinierende Natur – Faszination Naturwissenschaft

Die Welt um uns herum ist in vieler Hinsicht faszinierend. Und damit meine ich besonders die Natur – von den Bakterien, die uns bevölkern und von denen es in jedem menschlichen Darm mehr gibt, als Menschen auf der Erde, bis hin zu fernen Sonnen, aus deren sterblichen Überresten wir bestehen. Es gibt jede Menge zu entdecken und wer einmal »angebissen« hat, findet in der Regel Faszinierendes genug, um ein Leben lang seine Freude am Weiterlernen zu haben. Seit einiger Zeit arbeite ich an der Idee, meinen Schülern diese faszinierenden Aspekte der Welt näherzubringen. Im Klein-Klein des naturwissenschaftlichen Unterrichts gehen die atemberaubenden Einsichten Weiter lesen …

Feedback, lernen, wachsen dürfen

Durch Lisa Rosa bin ich heute auf ein Video aufmerksam geworden, das es meines Erachtens wert ist, große Verbreitung in der Lehrerschaft zu finden. Ron Berger from Expeditionary Learning demostrates the transformational power of models, critique, and descriptive feedback to improve student work. Here he tells the story of Austin’s Butterfly. 1st grade students at ANSER Charter School in Boise, ID, helped Austin take a scientific illustration of a butterfly through multiple drafts toward a high-quality final product. Expeditionary Learning: Austin’s Butterfly: Building Excellence in Student Work – Models, Critique, and Descriptive Feedback CC BY-ND 3.0 Ich finde es absolut Weiter lesen …

Erfahrungen mit Wikis im Unterricht – Teil 2: Projektunterricht, Mittelstufe

Vor etwa einem Jahr habe ich zum ersten Mal ausführlich über meine Erfahrungen mit Wikis im Unterricht berichtet. Inzwischen habe ich auch intensiv mit Mittelstufengruppen in Naturwissenschaft und Technik (NwT) mit Wikis gearbeitet. Hier also nun Teil 2 der bisherigen Wiki-Erfahrungen. In welchem Kontext wurden die Wikis eingesetzt? Die folgenden Ergebnisse stammen ausschließlich aus dem NwT-Unterricht der Stufen acht und neun am Gymnasium in Baden-Württemberg. Der Unterricht ist stark projektorientiert: Nach einer Einführungsphase, bei der gemeinsam fachinhaltliche und fachmethodische Grundlagen erarbeitet werden folgt die Projektphase, in der die Schüler über mehrere Wochen hinweg eigenständig und selbstorganisiert in Gruppen von drei Weiter lesen …

Erfahrungen mit Wikis im Unterricht

Vor einigen Monaten hat der erste Neigungskurs Geographie Abitur gemacht, mit dem ich konsequent zwei Jahre lang ein Kurswiki geführt habe. Aktuell unterrichte ich noch zwei laufende Kurse mit einem Kurswiki, außerdem benutze ich mit einigen NwT-Gruppen Wikis zur Zusammenarbeit in den Projekten. Ich möchte daher hier einmal einige Erfahrungen zusammentragen, die sich in den vergangenen zwei Jahren bezüglich der Unterrichtsarbeit mit Wikis ergeben haben. Warum mit Wikis arbeiten? Für meine Schüler habe ich die wichtigsten Gründe notiert, warum wir mit einem Wiki arbeiten. Diesen Text gebe ich den Schülern zu Beginn der Wiki-Arbeit zu lesen und bespreche ihn dann Weiter lesen …

Carol Dweck: Mindset

Wer schon ein Mal in einer Notenkonferenz war, kennt wahrscheinlich die Situation, dass dort Dinge über die Leistungen und das Verhalten eines Schülers berichtet werden, die so gar nicht zu dem passen wollen, was man selbst von diesem Schüler kennt. Bei der Suche nach Erklärungen für solche Unterschiede kommt man unter Umständen auch zu der Erkenntnis, dass offenbar die Art, wie man selbst mit dem Schüler umgeht und welches Bild man von ihm hat, einen erheblichen Einfluss darauf haben, welche Leistungen dieser erbringt (und wie er sich verhält, aber dieser Aspekt ist weniger »erstaunlich«). Es gibt im schulischen Kontext immer Weiter lesen …

Sollten Schüler Lehrer mögen?

Should I care if my students like me? ist ein lesenswerter Artikel von Michael Kaechele. Ich stimme seiner Hauptaussage voll zu: So I will go so far as to argue that making sure we have positive relationships with students is the most important and long-lasting part of our jobs. Will every student like us? Probably not, but we should try to build relationships with every student and impart love and confidence into their lives. inquiryblog.wordpress.com Und auch der Nachsatz verdient Beachtung: So Mr. Politician, #standardizethat inquiryblog.wordpress.com Should I care if my students like me?  

Blogparade: Reflektierende Praktiker

Herr Larbig fragte in die Runde, wie Lehrpersonen ihre berufliche Praxis reflektieren und rief zu einer Blog-Parade auf. Hier mein Beitrag dazu. * * * Zunächst: Meine Praxisreflexion ist kein systematischer, regelmäßig »eingebauter« Teil meiner Arbeitswoche und auch nicht mit einem bestimmten »Hauptinstrument« verbunden, wie das Torsten Larbig in seinem Tweet zum Thema angedeutet hatte: Frage an LehrerInnen: Wer führt zur Unterstützung eigener Praxisreflexion ein Arbeitsjournal? Oder: Wie sieht eure ReflexionsROUTINE aus? — herrlarbig (@herrlarbig) August 6, 2012 Ich denke in verschiedenen Kontexten über meine Arbeit nach (sowohl über den Unterricht als auch über Verwaltungsaufgaben, Konferenzen etc.). Oftmals ist das Weiter lesen …

Empfehlenswerte Bücher zur Pflanzenbestimmung

Diesen Sommer habe ich mich daran gemacht, meine Artenkenntnis der heimischen Blütenpflanzen mal wieder aufzufrischen (und dabei auch wieder etwas mehr zu fotografieren). Das Bestimmungspraktikum während des Bio-Studiums liegt schon ziemlich lange zurück und seitdem sind natürlich viele Arten, die mir auf meinen täglichen Wegen begegnen, wieder in Vergessenheit geraten. Mit einigen Kollegen und Freunden habe ich immer mal wieder über dieses »Projekt« gesprochen und viele haben Interesse geäußert, die heimischen Blütenpflanzen auch ein wenig besser kennen zu lernen, wussten aber oft nicht, mit welchen Bestimmungsbüchern man das am besten angeht. Daher hier einige Buch-Tipps. Alle folgenden Links führen zu Weiter lesen …

Erkunden statt Rezept-Klicken

Vor einigen Jahren habe ich eine ganze Reihe von Softwareanleitungen erstellt, um meinen damaligen Medienunterricht damit zu gestalten. Inzwischen bin ich nicht mehr zufrieden mit dem Stil dieser Anleitungen. Sie sind im Grunde nur »Klick-Rezepte«, mit denen man sich die Illusion erarbeiten kann, die bearbeitete Software zu beherrschen. In Wirklichkeit hat man in der Regel nur kopflos ein Rezept abgearbeitet, das zwar zum Ziel geführt hat, das aber nur dann funktioniert, wenn Menüs, Buttons und Einstellungen genau so aussehen, wie im Rezept dargestellt. In der Realität ändert sich Software ständig, auswendig gelernte Klickwege verlieren innerhalb kurzer Zeit ihren Nutzen. Kürzlich Weiter lesen …

Lehrer werden

Immer mal wieder fragen angehende Abiturienten bei mir nach, worauf es denn ankäme, wenn man Lehrer werden möchte. Dieser Beitrag soll die wichtigsten Informationen sammeln, damit die persönlichen Beratungsgespräche sich auf individuelle Fragen konzentrieren können. Den aktuellen Anlass, den Artikel (endlich) zu schreiben, lieferte Daniels Frage vor einigen Tagen. Wie kann man also herausfinden, ob Lehrer der richtige Beruf für einen ist? Meine persönlichen Prioritäten Ich persönlich halte zwei Charaktereigenschaften für besonders wichtig, wenn man Lehrer werden möchte: Man sollte Freude am Lernen haben und daran, das Gelernte anderen weiter zu geben. Man könnte auch sagen: Man sollte Freude daran Weiter lesen …

Wärmebild des Unterrichts

Man stelle sich vor, unterrichtsbezogene geistige Aktivität erzeugte Wärme: Wie sähe dann wohl das Bild aus, das eine Infrarotkamera von einer Unterrichtsstunde in der Schule aufzeichnete? herrlarbig.de Torsten Larbig hat sich eine nützliche Metapher ausgedacht, die einem als Lehrer helfen kann, die angestrebte Aktivität in den Schülerköpfen zu visualisieren. Mit dem »Wärmebild« vor Augen kann man meines Erachtens recht gut überprüfen, ob eine Aufgabenstellung ausreichend breite Aktivität hervorruft oder nicht. Lesenswert.  

Be open to being wrong

You won’t advance your cause or discover new truths if you’re obsessed with being right all the time—and so the best way to compound your advantage and accomplish even more than you already have is to set out (with relish) to be as open to wrong as often as you can afford to be. sethgodin.typepad.com Ich stimme sehr zu. Aber: Meiner Erfahrung nach besteht die Kunst darin, … die Situationen, in denen man sich Fehler erlauben kann, von denen zu trennen, in denen man sie besser vermeidet, … die für sich persönlich »richtige« Balance zwischen diesen »Baustellen« und den routinierten Weiter lesen …

Misc 2.0

Lernen muss flexibel bleiben. Natürlich sollen wir die neuen Möglichkeiten von Web 2.0 nutzen; aber eine Lernkultur, die sich vom Funktionieren von Apparaten abhängig macht, ist noch problematischer als einseitiger Frontalunterricht. Fontanefan in einem Kommentar bei herrlarbig.de Das Netz ist wichtig, aber das Netz ist nicht alles.  

Lesen am Bildschirm

Je mehr man mit digitalen Werkzeugen wie Websites, Blogs und Wikis arbeitet, desto häufiger kommt man in die Situation, Materialien am Bildschirm zu lesen. Meist ist das Ausdrucken aller Materialien umständlich und teuer. Es lohnt sich daher, Arbeitsmethoden zu entwickeln, um das Lesen und Bearbeiten von Lernmaterialien am Bildschirm zu optimieren. Am Bildschirm lesen In zwei Neigungskursen Geographie arbeite ich intensiv mit Wikis. Für viele Schüler ersetzt das gemeinsam verfasste Wiki das Heft, so dass auch damit auf Klausuren und letztlich auf das Abitur gelernt wird. Der erste Reflex ist bei den meisten Schülern, alle Seiten auszudrucken. Das ist natürlich Weiter lesen …

Worauf es ankommt

Wolfgang Franz in einer Diskussion bei Google+ Ich bin Lehrer und hoffe, dass ich dazu beitragen kann, dass meine Schüler sich die Mühe machen, wirklich Antworten auf ihre Fragen zu finden (die ihre Antworten sind), dass sie eigenständige Persönlichkeiten werden und für ihr Leben stabile Orientierungsmarken finden, die sich auch rational verantworten lassen. Quelle Schön auf den Punkt gebracht!  

Term.ly: gutes einsprachiges englisches Online-Wörterbuch

Term.ly ist eine Wörterbuch-Anwendung, die man kostenlos online nutzen kann und die auf der Datengrundlage von WordNet beruht. Das besondere an dem Wörterbuch ist, dass es zu jeder Definition Synonyme, spezifischere und weniger spezifische Begriffe angibt, so dass es gleichzeitig wie eine Art Thesaurus zu nutzen ist. Für Schüler und den Unterricht ist es interessant, weil man mit Hilfe eines Bookmarklets unbekannte Wörter in einem Online-Text schnell nachschlagen kann. Für meine Schüler habe ich hier erklärt, was ein Bookmarklet ist. Zusätzlich zur kostenlosen Online-Version, gibt es noch Apps für das iPhone und das iPad, die auch beide sehr gut aufgemacht Weiter lesen …

Beamerkabel richtig wickeln

Der Schulalltag steckt voller Gefahren. Überall lauern kleine und nicht so kleine Herausforderungen, die täglich gemeistert werden wollen. Manchmal sind die Herausforderungen offensichtlich, anderntags verbergen sie sich in Details (wo ja auch der Teufel steckt). Zu dieser letzten Sorte gehören Beamerkabel. Das Problem Bei uns gibt es – wie an vielen Schulen – mobile Beamer auf Rollwagen. Jeder mit einem langen Kabel ausgestattet, damit man ihn an geeigneter Stelle im Raum platzieren kann. Dieses Kabel birgt mehr Tücken als man auf den ersten Blick meinen möchte. Ein Problem sieht so aus: Verdrillte Kabel, die auf einen Bruchteil ihrer Gesamtlänge zusammengeschnurrt Weiter lesen …