Lernen & Lehren

Alltagshelfer: Basecamp

Logo Basecamp

Basecamp ist eine web-basierte Projektmanagementsoftware von 37signals, die es einer Gruppe von Leuten ermöglicht, gemeinsam an einer Aufgabe zu arbeiten. Basecamp ist sehr flexibel und leicht zu bedienen, daher kann es auch jenseits von klassischen „Projekten“ gut einsetzt werden. Für die Benutzung braucht man einen aktuellen Browser (z.B. Firefox, Internet Explorer oder Safari) und eine Internetverbindung. Basecamp hat eine englischsprachige Benutzeroberfläche.

Funktionen

Die Grundfunktionen von Basecamp sind:

  • Overview,
  • Messages,
  • To-Do,
  • Milestones,
  • Writeboards,
  • Chat,
  • Files.
Basecamp Screenshot

Overview: Der „Overview“ zeigt eine Übersicht aller Aktivitäten innerhalb des Projekts.

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Messages: Hier kann man Textnachrichten schreiben, die von allen Projektteilnehmern gelesen werden können. Nachrichten können einer Kategorie zugeordnet und auch per eMail verschickt werden. In Basecamp bleiben diese Nachrichten chronologisch bzw. nach Kategorie sortiert zugänglich.

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To-Do: Mit Basecamp kann man Aufgabenlisten verwalten und Aufgaben einzelnen Projektteilnehmern zuweisen. Jeder hat immer den Überblick, welche Aufgaben bereits erledigt wurden und welche noch offen sind.

Milestones: Dieser Begriff aus dem Projektmanagement bezeichnet größere Abschnitte innerhalb des Projekts, z.B. „Konzept erstellen“, „Entwurf anfertigen“ etc. In Basecamp kann man die „Meilensteine“ aber auch als normalen Kalender nutzen, da die Milestones der nächsten zwei Wochen als kurzer Text mit Datum in der Übersicht angezeigt werden.

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Writeboards: Writeboards bieten die Möglichkeit, gemeinsam an einem Text zu arbeiten. Dabei werden sämtliche Versionen des Textes gespeichert, so dass man Änderungen leicht rückgängig machen kann. Außerdem kann man zwei beliebige Versionen miteinander vergleichen. Writeboards kann man auch unabhängig von Basecamp kostenlos nutzen.

Chat: Im Bereich „Chat“ kann ein Projekt mit einem Chatraum von Campfire asoziiert werden. Campfire ist ebenfalls ein Produkt von 37signals und zielt auf die Kommunikation im Businessbereich ab. Chaträume sind passwortgeschützt, protokollieren und archivieren die Konversation und bieten die Möglichkeit zum Dateiupload. Während die Kommunikation in Basecamp asynchron ist, ergänzt Campfire die synchrone Kommunikation zwischen Projektteilnehmern. Die Chatfunktion innerhalb von Basecamp muss separat aktiviert werden – bleibt sich ausgeschaltet, ist der Bereich für die Nutzer unsichtbar.

Basecamp Screenshot Files: In der kostenpflichtigen Version von Basecamp lassen sich auch Dateien hochladen, entweder einzeln oder als Anhang an Nachrichten.

Die Benutzer werden in Basecamp in Companies geführt und man kann jedem Projektteilnehmer unterschiedlich weitreichende Bearbeitungsrechte zuweisen.

Anwendungen

Basecamp Screenshot Basecamp bietet sich für alle Aufgaben an, in denen eine Gruppe von Leuten Informationen austauschen muss. Der Vorteil gegenüber der Kommunikation in Papierform oder per eMail ist, dass die Nachrichten immer an zentraler Stelle für alle zugänglich sind. Chronologische Sortierung, Kategorien und eine Suchfunktion erleichtern das Wiederfinden. Eine Fachschaft könnte Basecamp zum Beispiel nutzen, um Konferenzbeschlüsse zu protokollieren, um Referenzdokumente wie z.B. Korrekturschlüssel für alle zugänglich zu halten oder um Fachkonferenzen inhaltlich vorzubereiten und zu protokollieren. Ebenso könnte man in Basecamp eine Referenz interessanter Internetsites, Zeitungsartikel oder Fachaufsätze zum jeweiligen Fach zu pflegen.

Über die Funktion der Nachrichten hinaus kommen die Vorteile von Basecamp dann richtig zum Tragen, wenn man nicht nur kommunizieren, sondern mit einer Gruppe tatsächlich ein Projekt umsetzen möchte. Ich benutze zum Beispiel ein Basecampprojekt, um die Arbeit an der Schulwebsite zu koordinieren. Hier sind zwei Kollegen und drei Schüler beteiligt. Den Schülern weise ich Aufgaben zu und kann dann immer sehen, welche bereits erledigt sind.

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Wenn ein Schüler nachmittags an der Website arbeitet, kann er mir Fragen per „Message“ schreiben, auf die ich eine Antwort als Kommentar geben kann. Auf diese Weise sind Frage und Antwort dokumentiert, falls das Problem noch mal auftaucht oder man nachschauen muss, worauf man sich geeinigt hat.

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Die Funktion der Writeboards könnte zum Beispiel für die Arbeit der Klassenkonferenz an verbalen Beurteilungen eingesetzt werden, wie sie in Baden-Württemberg für die Zeugnisse der fünften und sechsten Klasse angefertigt werden. Das Klassenlehrer kann einen Text vorschlagen, die übrigen Kollegen können ergänzen und verändern. Dabei bleiben sämtliche Versionen des Textes verfügbar und können miteinander verglichen werden. Außerdem kann jeder Kollege zum selbstgewählten Zeitpunkt an den Texten arbeiten, weil man — passwortgeschützt — online auf Basecamp zugreifen kann.

Basecamp Screenshot

Basecamp eignet sich auch als zusätzlicher Kommunikationskanal mit einem Kurs oder einer Klasse, auf dem man Materialien, Links, Bilder etc. in passwortgeschützter Umgebung anbieten kann. Die Funktionen sind nicht so umfassend wie in Moodle und auch nicht so zielgerichtet auf den Kontext des Lernens zugeschnitten. Allerdings ist Basecamp auch deutlich leichter zu bedienen und bei weitem nicht so schwerfällig wie Moodle.

Einschränkungen

Die Software ist momentan nur auf Englisch verfügbar. Da die Bedienung aber sehr übersichtlich und klar ist, stellt das meines Erachtens kein Problem dar. Ich benutze Basecamp auch mit Schülern der siebten Klasse, die keine Probleme mit der Bedienung haben.

Basecamp ist nur in einer Grundversion kostenlos. Dieses Angebot beinhaltet ein „Projekt“, d.h. einen in sich geschlossenen Arbeitsbereich. Dateiuploads sind in dieser Version nicht möglich.

Alle Teilnehmer müssen einigermaßen regelmäßig von Basecamp Gebrauch machen oder zumindest ihre eMails regelmäßig lesen. Wenn das nicht gegeben ist, funktioniert die gemeinsame Arbeit mit Basecamp nicht.

Fazit

Basecamp ist eine erfrischend einfache und klar strukturierte Software, die so flexibel ist, dass sie sich für viele Kommunikations- und Kooperationsaufgaben eignet. Da die Grundversion konstenlos ist, lohnt sich das Ausprobieren — ich persönlich entdecke immer wieder neue Wege, Basecamp gewinnbringend einzusetzen.

30. August 2007Stichwörter: , , , , , , , , , , , ,
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Kommentare

Lars Zapf schrieb am 23 November 2007, 19:20 h    # 

Neben Basecamp und Active Collab lohnt sich auch ein Blick auf Workity (www.workity.com). Im Vergleich zu Basecamp & Co. sticht Workity mit seinem innovativen Tagging-Konzept zur Verschlagwortung von Inhalten und der One-Page-Technologie hervor. Alles passiert nur noch auf einer Seite, ohne ständiges neuladen, siehe auch das Video auf http://www.workity.com/about.aspx.

Andreas Kalt schrieb am 23 November 2007, 20:35 h    # 

Danke für die Hinweise.

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