Kommerzielle Überwachung und Datenschutz

Im November 2014 erschien im Auftrag der österreichischen Bundesarbeitskammer eine Studie mit dem Titel »Kommerzielle digitale Überwachung im Alltag«. Hauptautor ist Wolfie Christl. Ziel der Forschungsarbeit war es, einen umfassenden Blick darauf zu werfen, wie die Speicherung, Verknüpfung und Verwertung von digitalen persönlichen Daten heute im Detail funktioniert und wel- che gesellschaftlichen Implikationen sich daraus ergeben. Nicht zuletzt sollte eine Antwort auf die dringende Frage gefunden werden: Was tun? Wolfie Christl: Kommerzielle digitale Überwachung im Alltag, S. 4. Die Studie gibt einen guten Überblick über die heutigen Möglichkeiten, Ziele und Mechanismen kommerzieller Überwachung. Wer sich schon länger mit Datenschutz und Privatsphäre Weiter lesen …

Was Facebook alles weiß

Mal eine kleine medienpädagogische Übung: Man nehme also ein Bild, beispielsweise eines von der deutschen Facebook-Sprecherin Tina Kulow. Auf ihrer Facebook-Seite sind Fotos von ihr zu sehen, sie lächelt, eine Hornbrille im Gesicht. Man kann ein Foto herunterladen, das geht bei Facebook immer, und dann kann man es in seine eigenen Fotoalben wieder hochladen, um zu sehen, ob Facebook das Gesicht erkennt. Wenn man kein »Freund« von Tina Kulow ist, wird Facebook ihr Gesicht nicht identifizieren. Man löscht das Bild vom eigenen Facebook-Profil, es war ja nur ein Test. Ein paar Wochen später klickt man unter Kontoeinstellungen den Link »Lade Weiter lesen …

Online-Privatsphäre schützen

Die Browser-Erweiterung Disconnect unterbindet das Loggen des Surfverhaltens durch verschiedene Dienste wie z.B. Facebook oder Google Search. Sie ist für Firefox, Safari und Chrome erhältlich und kann meines Erachtens helfen, die eigene Privatsphäre im Netz zu schützen. Disconnect Browsererweiterung Für den Mac gibt es außerdem das Programm Cookie, das eine gute Kontrolle über verschiedene Cookies in allen Browsern erlaubt. Man kann z.B. Cookies von bestimmten Websites erlauben, andere regelmäßig löschen lassen etc. Cookie (11,99 EUR, App Store Link), kostenlose Testversion erhältlich.  

Jetzt aber wirklich: Raus aus Facebook

Facebook hat mal wieder eine tolle Idee umgesetzt und möchte sie in den nächsten Monaten freischalten: Die »Wall« (Pinnwand) wird zur »Timeline« (Chronik), so dass mit der Zeit nahezu das gesamte Online- und Realleben nachvollziehbar wird. Das Beste: Der Benutzer muss dafür kaum noch was tun. Während man online unterwegs ist, können einzelne Websites und Dienste selbständig die eigene Aktivität in die Facebook-Chronik posten. Die neue Timeline soll aus dem gewaltigen Wust an digitaler Information, den ein habitueller Facebook-Intensivnutzer im Laufe der Zeit erzeugt, eine gewichtete, chronologisch geordnete Sammlung all der im Netzwerk mitgeteilten Informationen machen. […] Weil das Ziel Weiter lesen …

Mehr über Browser und das Netz lernen

Schüler (und Lehrer) sollten die Werkzeuge, die sie benutzen, so gut kennen, dass ein reflektierter und verantwortungsvoller Umgang damit möglich ist. Browser gehören zunehmend zu den in der Schule benutzten Werkzeugen. Mit dem „Online-Buch“ 20 Dinge, die ich über Browser und das Web gelernt habe von Google kann man lernen, was Cookies sind, wie man mit Browser-Erweiterungen und Plug-ins umgeht oder wie eine URL aufgebaut ist. Man kann die einzelnen Seiten einzeln verlinken, so dass man Schülern je nach Anlass gezielt die gut aufbereiteten Informationen zugänglich machen kann. 20 Dinge, die ich über Browser und das Web gelernt habe  

Raus aus Facebook

Alexander Dill fragt bei Telepolis: Warum verschenken wir eigentlich unser wertvolles Sozialkapital an russische und chinesische Oligarchen und Goldman Sachs? Nach dem Atomaussstieg: Jetzt raus aus Facebook! Er spielt damit auf die letzte Finanzierungsrunde von Facebook an, bei der eine Milliarde Dollar eingetrieben wurden. Weiter schreibt er: Jede Initiative, jeder Verlag, jedes Projekt ist bei Facebook und hofft auf die Währung like. […] Diese Schmeichelei und die zauberhaften, falschen Freunde sind es, die uns glauben lassen, wir bräuchten Facebook. Auch meine Verleger und Redakteure freuen sich über den vermeintlichen Multiplikator Facebook. Wenn ich aussteige, verlieren sie ein scheinbar wertvolles like. Weiter lesen …

Facebook mit Gesichtserkennung

Facebook hat als neuestes »Feature« eine automatische Gesichtserkennung aktiviert. Natürlich standardmäßig eingeschaltet und erst nach der Aktivierung und nach ersten Protesten zugegeben. Derlei respektloser Umgang mit der Ware ist ja üblich. Maik Riecken sieht zu Recht den Damm gebrochen und deutet erste Szenarien an. Bei Richard Gutjahr gibt es eine ausführliche Anleitung, wie man die Funktion teilweise unterdrücken kann Anleitung, wie man die Funktion abschaltet (ganz Abschalten kann man das nicht, die Erkennung scheint grundsätzlich immer durchgeführt zu werden – Dank an Maik für den Hinweis). Die Sicherheitsfirma Sophos hat einen offenen Brief an Facebook geschrieben, in dem sie u.a. fordert, Weiter lesen …