Erklärvideos mit Schüler/innen erstellen: Praktische Tipps und Erfahrungen

Seit einiger Zeit erstellen meine Schüler/innen regelmäßig Erklärvideos im Unterricht. Ausführliche Überlegungen und die didaktische Begründung dazu habe ich in diesem Beitrag dokumentiert. Inzwischen habe ich einige Alltagserfahrungen gesammelt, die ich hier gerne teilen möchte. Es gibt nämlich durchaus einige Fallstricke, die ein Videoprojekt trotz guter Planung noch ins Stolpern bringen können. Die folgenden Tipps beziehen sich auf den eigentlichen Aufnahmetag.

Reflektierende Anwendungskompetenz beim Erlernen von Software aufbauen

Beat Döbeli Honegger formuliert in seinem hervorragenden Buch „Mehr als 0 und 1“, das ich gerade mit viel Freude lese, drei Aspekte „digitaler Allgemeinbildung“: Anwendungskompetenz, Medienbildung und Informatik. Wenn man mit Schüler/innen digitale Medien produktiv einsetzen möchte, z.B. um die Schüler/innen Erklärvideos erstellen zu lassen, mit ihnen zu bloggen oder sie mit einem Wiki arbeiten zu lassen, gilt es in der Regel, zunächst die Anwendungskompetenz im Umgang mit den zu benutzenden digitalen Tools aufzubauen. Ich habe in den letzten Jahren öfter darüber nachgedacht, in welcher Form man mit Lernenden Anwendungskompetenz am besten erarbeitet. Im Wesentlichen scheint es zwei grundlegende Herangehensweisen zu geben: Weiter lesen …

Schüler/innen erstellen selbst Lern- und Erklärvideos

YouTube Videos spielen im Alltag der meisten Schüler/innen eine große Rolle. Viele nutzen YouTube z.B. als Fernseh-Ersatz und hören einen Großteil ihrer Musik dort. Sie suchen dort aber auch gezielt nach Erklärvideos, wenn sie Inhalte aus dem Unterricht nicht richtig verstanden haben. Vor einiger Zeit habe ich im ZUM-Blog schon einmal einen Überblick verschiedener Erklärvideos gegeben. Inzwischen habe ich verschiedene Lerngruppen selbst Videos erstellen lassen und will in diesem Beitrag davon berichten.

Mit digitalen Medien besser lernen? Mein Beitrag zur Blogparade

Christian Ebel ruft zu einer Blogparade auf und fragt, welchen Mehrwert digitale Medien beim Lernen bringen können. Dazu möchte ich ein paar Gedanken notieren. Begriffe Digitale Medien Im Kontext der folgenden Beispiele bedeutet »digitale Medien« in der Regel ein »Gerät mit Internetzugang«. Das kann ein Desktop-Rechner, ein Laptop, ein Tablet oder ein Smartphone sein. Meine Schüler und ich benutzen hier ganz verschiedene Geräte, bisher bin ich in keinem Projekt aktiv, das auf die einheitliche Versorgung mit einer bestimmten Hardware setzt. Natürlich sind digitale Medien außerhalb dieser Eingrenzung viel breiter zu verstehen – ein Fernseher ist zum Beispiel inzwischen auch ein Weiter lesen …

MOOC des KM Baden-Württemberg: Smartphones im Unterricht

Das KM Baden-Württemberg führt einen MOOC zum Thema Smartphones im Unterricht durch. Das finde ich eine tolle Sache. Zum Einen freut es mich, dass »mein« Kultusministerium sich innovativen und netzbasierten Lernformen in der Lehrerfortbildung öffnet. Das ist ein ermutigendes Signal (man muss allerdings sagen, dass z.B. mit dem Lehrerfortbildungsserver in Baden-Württemberg schon sehr lange das Netz zu diesem Zweck eingesetzt wird, ein MOOC stellt dabei aber, wie ich finde, eine neue Stufe dar). Zum Anderen freue ich mich über das Thema, denn wenn das KM Lehrer dazu ermutigt, ihr Smartphone im Unterricht einzusetzen, wird schon allein diese Tatsache den Geräten bei Weiter lesen …

Kommerzielle Überwachung und Datenschutz

Im November 2014 erschien im Auftrag der österreichischen Bundesarbeitskammer eine Studie mit dem Titel »Kommerzielle digitale Überwachung im Alltag«. Hauptautor ist Wolfie Christl. Ziel der Forschungsarbeit war es, einen umfassenden Blick darauf zu werfen, wie die Speicherung, Verknüpfung und Verwertung von digitalen persönlichen Daten heute im Detail funktioniert und wel- che gesellschaftlichen Implikationen sich daraus ergeben. Nicht zuletzt sollte eine Antwort auf die dringende Frage gefunden werden: Was tun? Wolfie Christl: Kommerzielle digitale Überwachung im Alltag, S. 4. Die Studie gibt einen guten Überblick über die heutigen Möglichkeiten, Ziele und Mechanismen kommerzieller Überwachung. Wer sich schon länger mit Datenschutz und Privatsphäre Weiter lesen …

Ein Unterrichtswiki mit DokuWiki realisieren

Einige meiner Kollegen und auch Fortbildungsteilnehmer spielen in letzter Zeit mit dem Gedanken, selbst ein Unterrichtswiki zu betreiben. Ich empfehle in der Regel DokuWiki, weil es meines Erachtens die beste Kombination aus leichter Administration, guter Bedienbarkeit (für Schüler und Lehrer) und angemessenem Funktionsumfang bietet. Dieser Beitrag ist als Starthilfe gedacht, um das eigene Unterrichtswiki möglichst problemlos in Gang zu bekommen.

Poster- und Wikiprojekt in Biologie (Klasse 9)

In den letzten Wochen habe ich mit meiner neunten Klasse Biologie ein Projekt zum Thema »Sinne« durchgeführt. Die Details der Aufgabenstellung finden sich im Projektauftrag. Motivation Meine Motivation dafür kam unter anderem aus dem Unterricht davor: Wir hatten uns ausgiebig mit den prinzipiellen Funktionen eines Sinnesorgans am Beispiel des menschlichen Auges auseinander gesetzt. Die Schüler waren sehr interessiert und hatten viele, viele Fragen zu allen möglichen Bereichen. Da ich aus NwT schon sehr positive Erfahrungen mit Projekten habe, wollte ich das auch mal in Biologie ausprobieren. Auch hier sollten die Schüler die Möglichkeit haben, ein selbstgewähltes Thema intensiv zu bearbeiten. Weiter lesen …

Motivation und Verwendung meines Unterrichtswikis

Ich habe vor Kurzem eine Anfrage von Studierenden bekommen, die sich in einem Seminar mit dem Einsatz verschiedener Web-Technologien beim Lernen und Lehren beschäftigen. Konkret bezogen sich die Fragen auf mein Unterrichtswiki und wie ich es verwende. Die Antworten sind möglicherweise auch für andere interessant, daher beantworte ich einige Fragen hier im Blog. * * * FRAGE: Wie entstand die Idee, ein Unterrichtswiki anzulegen und organisatorische Informationen zum Unterricht digital an die Schülerinnen und Schüler weiterzugeben? Zunächst entstand die Idee, weil in Baden-Württemberg jeder Schüler ab Klasse sieben ein Mal pro Schuljahr in einem Fach eine so genannte »Gleichwertige Feststellung Weiter lesen …

Schülerblogs in Englisch

Vor einigen Jahren habe ich mal mit Schülerblogs im Unterricht experimentiert und meine Erfahrungen dokumentiert. Auch ein Begleitblog ist damals entstanden. Seither habe ich nicht mehr mit Blogs gearbeitet (die Gründe sind vielfältig), sondern mich eher in Richtung Wikis bewegt. Nun hat mich Manfred Pretz auf zwei Blogs hingewiesen, die seine Schüler im Rahmen des Englischunterrichts verfasst haben. Auf diese Weise ich hier gerne hin: Schülerblog: The Curious Incident of the Dog in the Nighttime Schülerblog: The Absolutely True Diary of a Part-Time Indian Wie immer bei Schülerblogs gilt: Lest die Posts und kommentiert! Es ist nicht leicht, in den Weiter lesen …

[Gelesen] Notari/Döbeli Honegger: Der Wiki-Weg des Lernens

Die Wiki-Grundidee ist im Kern wohl noch unbegriffen. Wie viele bahnbrechenden Erfindungen zuvor wird sie zwar beflissen genutzt, in ihren Dimensionen aber noch nicht erkannt. Beat Knaus: Wiki macht Schule: »Der Einsatz von Wikis im gymnasialen Deutschunterricht«, in: Notari/Döbeli Honegger (Hg.): Der Wiki-Weg des Lernens, 2013. Beat Knaus hat eines der Kapitel in dem Buch Der Wiki-Weg des Lernens geschrieben und man merkt seinem Text an, dass darin viel praktische Wiki-Erfahrung und gleichzeitig auch tiefgründiges Nachdenken über die didaktischen, technischen und gesellschaftlichen Implikationen dieser Technologie zusammengeflossen sind. Sein Kapitel über den Einsatz von Wikis im Deutschunterricht an einem schweizer Gymnasium Weiter lesen …

Erfahrungen mit Wikis im Unterricht – Teil 2: Projektunterricht, Mittelstufe

Vor etwa einem Jahr habe ich zum ersten Mal ausführlich über meine Erfahrungen mit Wikis im Unterricht berichtet. Inzwischen habe ich auch intensiv mit Mittelstufengruppen in Naturwissenschaft und Technik (NwT) mit Wikis gearbeitet. Hier also nun Teil 2 der bisherigen Wiki-Erfahrungen. In welchem Kontext wurden die Wikis eingesetzt? Die folgenden Ergebnisse stammen ausschließlich aus dem NwT-Unterricht der Stufen acht und neun am Gymnasium in Baden-Württemberg. Der Unterricht ist stark projektorientiert: Nach einer Einführungsphase, bei der gemeinsam fachinhaltliche und fachmethodische Grundlagen erarbeitet werden folgt die Projektphase, in der die Schüler über mehrere Wochen hinweg eigenständig und selbstorganisiert in Gruppen von drei Weiter lesen …

Constanze Kurz, Frank Rieger: Die Datenfresser – Datenschutz als Schullektüre

Kaum ein Schüler an einer weiterführenden Schule ist nicht in einem sozialen Netzwerk angemeldet. Die meisten Lehrer und Eltern sehen das durchaus kritisch, wenn auch oft nur diffus. Wenn man darüber diskutiert, ist das Hauptargument meist der ominöse Personalchef, der irgendwann bei einer Bewerbung mal was finden könnte, was den sich bewerbenden Schüler in einem schlechten Licht erscheinen lassen könnte. Kein sehr überzeugendes Szenario, zumal meiner Erfahrung nach die meisten Schüler inzwischen grundlegende Privatsphäre-Einstellungen einhalten, so dass ihre Profile nicht komplett öffentlich sind. Datenschutz und Privatsphäre sind Konzepte, die für junge Menschen erfahrungsgemäß abstrakt sind und deren Bedeutung sie nur Weiter lesen …

Erfahrungen mit Wikis im Unterricht

Vor einigen Monaten hat der erste Neigungskurs Geographie Abitur gemacht, mit dem ich konsequent zwei Jahre lang ein Kurswiki geführt habe. Aktuell unterrichte ich noch zwei laufende Kurse mit einem Kurswiki, außerdem benutze ich mit einigen NwT-Gruppen Wikis zur Zusammenarbeit in den Projekten. Ich möchte daher hier einmal einige Erfahrungen zusammentragen, die sich in den vergangenen zwei Jahren bezüglich der Unterrichtsarbeit mit Wikis ergeben haben. Warum mit Wikis arbeiten? Für meine Schüler habe ich die wichtigsten Gründe notiert, warum wir mit einem Wiki arbeiten. Diesen Text gebe ich den Schülern zu Beginn der Wiki-Arbeit zu lesen und bespreche ihn dann Weiter lesen …

Digitale Abbildungen verstehen

Wenn man mit Schülern mit digitalen Medien arbeitet, ergibt sich bald die Notwendigkeit, Fotos oder andere Abbildungen in ein Wiki, ein Blog oder Ähnliches einzufügen. Meiner Erfahrung nach verwenden die Schüler die Abbildungen in der Regel in der Form, in der sie vorliegen: Z.B. werden digitale Fotos oft mit einer Bildgröße verwendet, die für die Anzeige im Web viel zu groß ist oder es werden Thumbnails aus der Bildersuche eingebunden, auf denen kaum etwas zu erkennen ist, weil sie nur 200 Pixel breit sind. Es liegt also nahe, dass Schüler verstehen sollten, wie digitale Abbildungen funktionieren, welche Größen sinnvoll sind Weiter lesen …

Unterrichtsmaterialien zu Privatsphäre und Datenschutz – Feedback gewünscht

An unserer Schule haben sich einige Kolleginnen und Kollegen zusammen getan, um gemeinsam die Inhalte für den Medienunterricht zu strukturieren und ggf. Neue zu erstellen. Ich war dabei unter anderem für das Thema »Privatsphäre und Datenschutz« zuständig und habe die Materialien dazu in meinem Unterrichtswiki erarbeitet. Ein erste Fassung dieser Unterrichtsmaterialien ist nun so weit fertig gestellt, dass ich sie gerne zur Diskussion stellen möchte. Privatsphäre und Datenschutz Einige Hinweise Auf jeder Seite gibt es drei Bereiche: Artikel, Diskussion und Hinweise. Artikel enthält den für die Schüler gedachten Text, teilweise mit Aufgaben. Diskussion ist dazu gedacht, sich über diese Materialien Weiter lesen …

Was Facebook alles weiß

Mal eine kleine medienpädagogische Übung: Man nehme also ein Bild, beispielsweise eines von der deutschen Facebook-Sprecherin Tina Kulow. Auf ihrer Facebook-Seite sind Fotos von ihr zu sehen, sie lächelt, eine Hornbrille im Gesicht. Man kann ein Foto herunterladen, das geht bei Facebook immer, und dann kann man es in seine eigenen Fotoalben wieder hochladen, um zu sehen, ob Facebook das Gesicht erkennt. Wenn man kein »Freund« von Tina Kulow ist, wird Facebook ihr Gesicht nicht identifizieren. Man löscht das Bild vom eigenen Facebook-Profil, es war ja nur ein Test. Ein paar Wochen später klickt man unter Kontoeinstellungen den Link »Lade Weiter lesen …

Jetzt aber wirklich: Raus aus Facebook

Facebook hat mal wieder eine tolle Idee umgesetzt und möchte sie in den nächsten Monaten freischalten: Die »Wall« (Pinnwand) wird zur »Timeline« (Chronik), so dass mit der Zeit nahezu das gesamte Online- und Realleben nachvollziehbar wird. Das Beste: Der Benutzer muss dafür kaum noch was tun. Während man online unterwegs ist, können einzelne Websites und Dienste selbständig die eigene Aktivität in die Facebook-Chronik posten. Die neue Timeline soll aus dem gewaltigen Wust an digitaler Information, den ein habitueller Facebook-Intensivnutzer im Laufe der Zeit erzeugt, eine gewichtete, chronologisch geordnete Sammlung all der im Netzwerk mitgeteilten Informationen machen. […] Weil das Ziel Weiter lesen …

Mehr über Browser und das Netz lernen

Schüler (und Lehrer) sollten die Werkzeuge, die sie benutzen, so gut kennen, dass ein reflektierter und verantwortungsvoller Umgang damit möglich ist. Browser gehören zunehmend zu den in der Schule benutzten Werkzeugen. Mit dem „Online-Buch“ 20 Dinge, die ich über Browser und das Web gelernt habe von Google kann man lernen, was Cookies sind, wie man mit Browser-Erweiterungen und Plug-ins umgeht oder wie eine URL aufgebaut ist. Man kann die einzelnen Seiten einzeln verlinken, so dass man Schülern je nach Anlass gezielt die gut aufbereiteten Informationen zugänglich machen kann. 20 Dinge, die ich über Browser und das Web gelernt habe  

Raus aus Facebook

Alexander Dill fragt bei Telepolis: Warum verschenken wir eigentlich unser wertvolles Sozialkapital an russische und chinesische Oligarchen und Goldman Sachs? Nach dem Atomaussstieg: Jetzt raus aus Facebook! Er spielt damit auf die letzte Finanzierungsrunde von Facebook an, bei der eine Milliarde Dollar eingetrieben wurden. Weiter schreibt er: Jede Initiative, jeder Verlag, jedes Projekt ist bei Facebook und hofft auf die Währung like. […] Diese Schmeichelei und die zauberhaften, falschen Freunde sind es, die uns glauben lassen, wir bräuchten Facebook. Auch meine Verleger und Redakteure freuen sich über den vermeintlichen Multiplikator Facebook. Wenn ich aussteige, verlieren sie ein scheinbar wertvolles like. Weiter lesen …