Not on the test

… ist der Song eines Lehrers.

Auf den ersten Blick witzig, beim näheren Überlegen die humorvolle Darstellung eines ziemlich ernsten Sachverhalts: Unterricht umfasst manche Inhalte, die unscharf sind und sich über lange Zeiträume (mehrere Monate bis Jahre) auswirken. Dazu gehört z.B. der Umgangston in der Klasse und sein Einfluss auf das Lernverhalten oder der Umgang mit Fehlern und wie er sich z.B. auf die wissenschaftliche Neugier der Schüler auswirkt.

Viele der „unscharfen Inhalte“ sind enorm wichtig, können aber naturgemäß nicht in standardisierten Tests abgefragt werden.

Je mehr die Politik sich nach messbaren Erfolgen sehnt, desto mehr werden nur noch messbare Inhalte gelehrt. Lehrer möchten es ihren Schülern ermöglichen, im zentral gestellten Test gut abzuschneiden – und sie möchten natürlich selbst auch nicht mit ihrer Klasse „durchfallen“. Die letzte Konsequenz: „They’ll never teach anything not on the test.“

Welche Lernkultur und welche Inhalte durch standardisierte und „objektivierte“ Tests gefördert werden, kann sich jeder selbst ausdenken – und für sich die Frage beantworten, ob das wohl das Lernen der Zukunft ist?!

 

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