Getting Real in der Schule

Getting Real ist eine Philosophie für die Softwareentwicklung und wird von einer kleinen Softwarefirma namens 37signals propagiert. Während die Idee zunächst nur in den Produkten von 37signals zu spüren war, gibt es inzwischen ein Buch, in dem die Ideen weiter enwickelt und ausgebaut werden.

Worum geht es dabei?

Ein Ansatz von Getting Real ist, möglichst direkt und unmittelbar zu arbeiten. Beim Entwickeln von Software bedeutet das, seine Zeit nicht mit theoretischen Ablaufplänen, der Planung von Entwicklungszyklen oder Ähnlichem zu verbringen, sondern lieber mit der Herstellung der eigentlichen Software, die von den Kunden benutzt wird. Dabei steht immer im Vordergrund, dass es besser ist, etwas Greifbares tatsächlich unter die Leute zu bringen als etwas „virtuelles“ ausschließlich auf dem Reißbrett zu ersinnen.

Was hat das mit der Schule zu tun?

Die Grundidee hinter Getting Real ist, dass man es beim Entwickeln von Software mit Menschen zu tun hat: Menschen sollen die Software benutzen und deswegen ist es gut, mit diesen Menschen möglichst oft und möglichst direkt in Kontakt zu kommen. Man sollte aufrichtig und in menschlichem Ton mit ihnen kommunizieren, um zu erfahren, welche Bedürfnisse sie haben. Die Rückmeldungen fließen dann in die eigene Arbeit ein. All das ist bei der Durchführung erfolgreichen Unterrichts recht ähnlich.

Neben diesen eher psychologisch-pädagogischen Fragen erstrecken sich die Anwendungsbereiche von Getting Real noch weiter, z.B. auf den organisatorischen Teil der Unterrichtsarbeit und in ganz allgemeine Bereiche des Schullaltags.

Ab morgen werde ich immer freitags einzelne Themen dazu herausgreifen und näher beleuchten.

Die Beiträge dieser Serie sind ausdrücklich als Anregung zur Diskussion und auch zum Widerspruch gedacht. Ich bin – enschließlich Referendariat – seit knapp drei Jahren Lehrer. Meine Erfahrung und meine Perspektive sind also noch begrenzt. Auf Ihre Reaktionen bin ich sehr gespannt und ich würde mich freuen, wenn Sie Ihre Meinung in Form von Kommentaren beitragen würden

Bisher erschienene Beiträge

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.