Wolfram alpha als Recherchetool

Im Neigungskurs der Kursstufe 1 geht es gerade um Lagerstätten. Die Basics haben wir erarbeitet, nun kommen noch die kanadischen Ölsande dran. Ich hatte noch im Hinterkopf, dass Kanada irgendwann in den letzten Jahren zum Land mit den zweitgrößten Ölreserven aufgestiegen sei – hauptsächlich aufgrund der Definition des Begriffs »Reserven« und des gestiegenen Ölpreises:

Reserven umfassen die sicher nachgewiesenen und mit bekannter Technologie wirtschaftlich gewinnbaren Vorkommen in der Erdkruste. Ressourcen sind Vorkommen, die noch nicht wirtschaftlich zu fördern sind oder die noch nicht sicher ausgewiesen sind, aber aufgrund geologischer Indikatoren erwartet werden. Preissteigerungen an den Weltrohstoffmärkten und neue Explorationsergebnisse können Ressourcen in Reserven überführen.

bmwi.de

Zum Einstieg wollte ich diese Information verifizieren, fand aber zunächst nur alte oder widersprüchliche Daten.

Bei Wolfram alpha gab es dann eine gute Übersicht: countries with ›oil reserves‹.

Das Schöne an Wolfram alpha ist, dass die Daten immer gut strukturiert sind und anschaulich aufbereitet werden: mit Karten, Tabellen und Diagrammen und dass man ganz unten auch »Source information« findet. Darüber hinaus kann man die Ergebnisse als Grafiken, als PDF oder als Text kopieren.

Letztlich habe ich dann doch in der Wikipedia herausgefunden, dass die Einstufung Kanadas auf Rang zwei doch zweifelhaft ist:

In einigen Quellen liegt Kanada wegen der Hinzurechnung der Ölsande mit 24,1 Milliarden Tonnen förderbarer Reserven auf Rang zwei. Allerdings ist die Gewinnung aus Ölsand wegen finanzieller, energetischer und ökologischer Probleme nicht äquivalent zur Förderung von konventionellem Erdöl und die Hinzurechnung daher kritisch zu betrachten.

wikipedia.org

An der Nützlichkeit von Wolfram alpha als Recherchetool ändert das jedoch nichts.

Hier noch zwei Abfragen, die ich im Geo-Unterricht schon gemacht habe:

 

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