Ablaufen eines Stausees

Gefunden bei kottke.org

On October 26th, a hole was blasted in the base of 125’ tall Condit Dam on the White Salmon River in Washington. In less than 2 hours, the reservoir behind the dam drained completely and the White Salmon flowed unimpeded by a dam for the first time in 100 years.

vimeo.com

Interessant ist, wie direkt nach der Sprengung zunächst weißer Staub aus dem Loch am Fuß des Damms kommt, direkt gefolgt vom dunkel gefärbten Wasser. Die dunkle Färbung des Wassers stammt wohl von den Unmengen Sediment, die in diesem Moment mitgerissen werden. Die Kraft des austretenden Wassers ist beeindruckend!

Gegen Ende des Videos, beim Blick in das ehemalige Staubecken, kann man schön erkennen, was für ein Problem jedes Staudammprojekt hat: Der Stausee wird unweigerlich mit Sediment gefüllt. Das liegt daran, dass die Fließgeschwindigkeit durch das Aufstauen extrem verlangsamt wird. Die Schleppkraft des Wassers ist umso größer, je schneller es fließt. »Gebremstes« Wasser lagert also die Fracht ab, die zuvor noch in der Schwebe gehalten und transportiert wurde. Bei welchen Konrgrößen und Fließgeschwindigkeiten das passiert, kann man dem Hjulström-Diagramm entnehmen.

Hjulstroem-Diagramm.png

Quelle

Die großen Sedimentmengen, die durch das Ablaufen des Stausees freigelegt wurden, werden sicherlich nicht lange zu sehen sein. Der White Salmon River wird das Lockermaterial sicherlich in kurzer Zeit abtransportiert haben.

 

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